Kleine (2) und Wurst treffen

Rhynern gewinnt 3:0 gegen ASC 09 Dortmund

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Traf gleich zweimal: Lennard Kleine.

HAMM - Die Antwort war eine beeindruckende. Genau eine Woche nach der desaströsen Vorstellung bei der 0:5-Niederlage in Erndtebrück trumpfte der SV Westfalia Rhynern im Heimspiel der Fußball-Oberliga furios auf und setzte sich gegen den starken Aufsteiger ASC 09 Dortmund völlig verdient mit 3:0 (1:0) durch.

„Die Jungs haben sich kurz geschüttelt und dann eine tolle Leistung abgeliefert. Das haben sie richtig gut gemacht“, freute sich Trainer Björn Mehnert. Lediglich in der ersten Viertelstunde entpuppten sich die Gäste als gleichwertiger Gegner und als eine Mannschaft, die gewillt war, etwas Zählbares vom Papenloh mitzunehmen. Michael Seifert unterstrich dieses Vorhaben nach 14 Minuten, als er von der rechten Seite flankte, seine scharfe Hereingabe aber keinen Abnehmer fand.

Anschließend aber übernahmen die Rhyneraner das Kommando und setzten immer besser den Plan um, den Mehnert seinen Schützlingen mit auf den Weg gegeben hatte. Denn er wollte, dass sein Team die Dortmunder Richtung linke Abwehrseite drängte, um dann Druck auszuüben und zu Balleroberungen zu kommen. Dieses Vorhaben ging im Laufe der Partie immer besser auf – folgerichtig sorgte vor allem Philipp Hanke über die Rechtsaußen-Position für eine Menge Alarm.

So initiierte er auch die erste Möglichkeit der Rhyneraner, doch Christoph Debowiak beförderte den Ball per Grätsche über das Gehäuse der Gäste (16.). Und auch Lennard Kleine hatte zuerst Pech, als er mit einem Kopfball den Außenpfosten traf (22.) und dann nach einem Pass von Hanke das Ziel knapp verfehlte (25.). Besser machte es der Westfalia-Mittelstürmer in der 29. Minute, als er – von Debowiak bedient – das 1:0 markierte. „Wir haben schnell in die Zweikämpfe gefunden, daher waren wir von Anfang an da“, erklärte Debowiak später. Und Torwart Christoph Hunnewinkel fügte hinzu: „Wir sind die Dortmunder direkt vorne angelaufen und haben die nicht ins Spiel kommen lassen.“

Nach dem Wechsel kamen die Gäste fünf Minuten früher als die Rhyneraner aus der Kabine und wollten damit offensichtlich demonstrieren, dass sie bereit seien. Doch nicht die Dortmunder, sondern die Rhyneraner führten weiter nach Belieben Regie – und hätten nur drei Minuten nach dem wiederanpfiff eigentlich einen Elfmeter bekommen müssen, als Rafik Halim Hanke zu Fall brachte. Doch die Pfeife der nicht immer souverän agierenden Schiedsrichterin Kathrin Heimann blieb stumm. So dauerte es dann bis zur 67. Minute, ehe die Partie durch einen Doppelschlag endgültig entschieden war.

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Fußball Oberliga: Westfalia Rhynern - ASC 09 Dortmund 3:0

Zuerst brachte Mathieu Bengsch den Ball nach einer Ecke erneut vor das Tor, wo Kleine wiederum goldrichtig stand und zum 2:0 traf. Nur eine Minute später umkurvte der starke Bengsch die komplette ASC-Abwehr und war auch schon an Jan Held vorbei, ehe ihn der Torwart von den Beinen holte. Dieses Mal blies Heimann kräftig in ihre Pfeife und entschied auf Strafstoß. Dustin Wurst, der schon im Westfalenpokal gegen Sportfreunde Lotte einen Elfmeter vergeben hatte, trat an, scheiterte an Held, ehe er dann aber den Abpraller zum 3:0 über die Linie schob (68.). „Das 0:2 war tödlich für uns“, gestand ASC-Trainer Daniel Dios nach der Partie ein. „Aber wir wussten vorher schon, wie schwer es hier wird.“

Nach der 3:0-Führung gönnten sich die Rhyneraner noch 20 entspannte Schlussminuten – ohne Probleme brachten sie den Sieg nach Hause und zeigten, dass das 0:5 in Erndtebrück nur ein einmaliger Ausrutscher war. „Letztlich entscheidet die Mannschaft ganz alleine, wo die Reise in dieser Saison hingeht“, sagte Mehnert. „Wenn alle mitziehen, werden wir uns sicherlich im oberen Tabellendrittel halten. Wenn man sich aber nur zu 95 Prozent auf ein Spiel vorbereitet, dann sieht es in dieser ausgeglichenen Liga schnell anders aus.“ Hektisch wurde es aus Rhyneraner Sicht übrigens nur noch einmal, als in der 86. Minute eigentlich Matheo Fichera für Lennard Kleine eingewechselt werden sollte. Doch der Angreifer fand sein Trikot nicht, so dass Mehnert kurzfristig umdisponierte und Cabuk auf das Feld schickte. - –pad–

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