Westfalia Rhynern will die kleine Erfolgsserie ausbauen

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Dennis Rödel (rechts) ist nach seinem Platzverweis in Bielefeld für zwei Wochen gesperrt worden.

HAMM - Zwei Siege in Folge, darunter das beeindruckende 2:1 in der vergangenen Woche beim Ausnahmeteam der Fußball-Oberliga, Arminia Bielefeld II – im Saison-Endspurt kommt Westfalia Rhynern scheinbar noch einmal richtig auf Touren.

„Die Jungs haben die kleinere Schwächeperiode, in der die Ergebnisse nicht so stimmten, hinter sich gelassen“, sagt Trainer Björn Mehnert, dessen Team sich zwar im tabellarischen Niemandsland bewegt, die Saison deshalb aber beileibe nicht austrudeln lässt. Im Gegenteil. „Es gibt“, so der Coach, „immer wieder lohnende Ziele, die man sich setzen kann.“

Aktuell zum Beispiel das, die kleine Serie am Sonntag mit einem Heimsieg gegen den TuS Ennepetal (15 Uhr, Papenloh) auszubauen. Es wird eine Partie mit ganz anderen Anforderungen als die vergangene in Ostwestfalen. Nicht nur, weil sich die Gäste „in der Rückserie stabilisiert“ haben, erklärt Mehnert. Sondern vor allem, weil der TuS mit seinen schnellen Außen über ein gefährliches Umschaltspiel verfügt. „Das müssen wir direkt unterbinden“, macht der Ex-Profi deutlich. Die Möglichkeiten dazu sind allemal vorhanden. Denn die beiden vergangenen Partien gegen Rheine und Bielefeld waren auch Belege für die taktische Flexibilität der Westfalia, die gerade im Mittelfeld durch verschiedene Formationen auf unterschiedliche Anforderungen reagieren kann. „Man sieht in solchen Momenten, dass wir in der Breite gut aufgestellt sind, dass wir je nach Gegner die Ausrichtung wechseln können“, erklärt Mehnert.

Dagegen interessieren einzelne Namen den Trainer eher weniger. Dass auf der Gegenseite mit Giovanni Federico ein prominenter Akteur steht, der einst unter anderem für Borussia Dortmund, den VfL Bochum, den 1. FC Köln und Arminia Bielefeld aktiv war, „interessiert mich überhaupt nicht“, sagt Mehnert. Zumal der 33-jährige Federico, seit der Winterpause Ennepetaler, erst am vergangenen Wochenende beim Derby in Sprockhövel sein erstes Saisontor erzielte. Mit ihm sei der TuS „ja auch nicht gerade durch die Decke geschossen“, sieht Mehnert das Ganze mit einer gehörigen Portion Gelassenheit.

Andere Aspekte interessieren ihn da schon viel mehr. Zum Beispiel der, dass er Sergej Petker (Pferdekuss) und Dennis Rödel (zweiwöchige Rotsperre) ersetzen muss, während Dennis Krautwurst in der U 23 Spielpraxis sammeln soll. Darüber hinaus aber auch der, dass sein Team nicht nur den dritten Sieg in Folge feiern, sondern dass es sich zugleich Rückenwind holen könnte für das Kreispokal-Finale am kommenden Mittwoch (19 Uhr, Wielandstraße), für das prestigeträchtige Duell mit der Hammer SpVg. „Wir“, so Mehnert, „wollen unser Selbstvertrauen weiter steigern.“ - fh

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