Fußball-Oberliga

Warum Rhynerns Coach der Trainerwechsel in Ahlen egal ist

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Leon Müsse (rechts) und Westfalia Rhynern reisen schon am Freitag zu RW Ahlen.

Von außen betrachtet scheint es unberechenbar zu sein. Für Torsten Garbe, den Trainer von Fußball-Oberligist Westfalia Rhynern, ist es aber nicht allzu sehr von Belang, dass der RW Ahlen, am Freitag ab 19.30 Uhr Rhynerns Gastgeber, jüngst mit Christian Britscho einen neuen Trainer präsentiert hat.

Hamm - „Das tangiert uns erst einmal gar nicht“, betont Garbe, der RWA unabhängig von der Besetzung des Trainerpostens schon vor dem Saisonstart als eines von „fünf bis sieben Teams“ genannt hatte, die für die vorderen Tabellenränge in Frage kommen. 

„Ich habe Ahlen als spielstarke Mannschaft auf dem Schirm, auch wenn die Ergebnisse zuletzt nicht so gestimmt haben“, unterstreicht Garbe, und ergänzt: „Der neue Trainer ist erst seit Mittwoch im Amt. Er hat also mit der Mannschaft vielleicht zweimal trainiert. Da gehe ich nicht davon aus, dass er alles über den Haufen wirft. Das braucht mehr Zeit.“

Und die wird es brauchen, wenn Britscho, selbst erst Anfang September beim Regionalligisten Wuppertaler SV entlassen und in Ahlen Nachfolger des kurz danach zurückgetretenen Michael Schrank, das Ruder an der Werse nachhaltig herumreißen will. Denn das Ahlener Schiff – um im Bild zu bleiben – hat in dieser Saison bereits einige Fahrten in unruhigen Gewässern hinter sich. Erst ein einziger Sieg steht für das im Sommer personell aufgerüstete Team zu Buche, er datiert vom 19. August (3:2 beim FC Brünninghausen).

RW Ahlen wie Rhynerns letzter Gegner im Tabellenkeller

Insofern scheint die Idee nicht abwegig, dass das Gastspiel im Münsterland für die Rhyneraner einen ähnlichen Charakter bekommen könnte wie zuletzt das in Phasen mühsame 3:1 über Schlusslicht FC Gütersloh. Denn auch Ahlen steckt im Keller, genau wie der FCG. 

Garbe widerspricht: „Tabellarisch ist es vergleichbar, aber nicht von der Mannschaft. Ahlen will von den Spielertypen her mitspielen.“ Den Erfolg gegen Gütersloh hatte er indes im Nachgang als Arbeitssieg bezeichnet. „Weil es für uns ein schwieriges Spiel war“, erläutert der Westfalia-Coach mit Blick auf das vorangegangene 0:3 in Holzwickede und die im Herbst zunehmend ungemütlicheren Platzverhältnisse, die technisch versierten Teams das Leben nicht unbedingt erleichtern.

Für den Trip an die Werse, wo Garbe mit einer ähnlich stimmungsvollen Kulisse wie beim Derby gegen die Hammer SpVg (3:1) rechnet, steht ihm der gleiche Kader wie in der Vorwoche zur Verfügung. Es fehlen lediglich die verletzten Mazlum Bulut und Konstantin Rühl.

Fußball Oberliga: Westfalia Rhynern - FC Gütersloh 3:1 

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