Traumhafter Tag für Westfalia Rhynern: 4:0 in Beckum

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Jubel um 0:2-Torschütze Felix Bechtold.

BECKUM - Musemestra Bamba hatte mächtig schlechte Laune. „Björn, du kannst sagen, was du willst. Ihr habt gewonnen, ich muss das alles akzeptieren“, mochte der Trainer des SC Roland Beckum im Rahmen der obligatorischen Pressekonferenz seinem Rhyneraner Kollegen Björn Mehnert nicht widersprechen, nachdem der kurz zuvor seine Mannschaft mit viel Lob bedacht hatte. Mit 0:4 (0:2) war Beckum im Oberliga-Spitzenspiel gegen Westfalia Rhynern untergegangen.

Und nicht nur aus diesem Grund hatte sich Mehnert den verbalen Freifahrtschein seines Kollegen verdient. „Passend zum Wetter – das war ein traumhafter Sonntag“, freute sich der Westfalia-Coach. „Das war eine tolle Leistung der Jungs. Der Plan, den wir vorgegeben haben, wurde zu 100 Prozent umgesetzt.“

Während Bamba seinen Spielern vorschrieb, in Zukunft nur noch „arbeiten, arbeiten, arbeiten“ zu dürfen, setzten die Gäste genau das auf dem Platz um. Rhynern war von Beginn an präsent auf dem Beckumer Kunstrasen, ließ Ball und Gegner laufen und war dabei vor allem selbst ständig in Bewegung. Das Resultat: Eine Gästedominanz, wie sie die Hausherren in dieser Saison vermutlich noch nicht erlebt haben. 320 Zuschauer waren zum Roland-Kunstrasen gekommen, und keiner dürfte am Ende daran gezweifelt haben, dass der Sieg auch in dieser Höhe verdient gewesen war. „Das zeichnet unsere Leistung aus, dass Roland zuhause nur eine Torchance hatte“, sagte Mehnert. „Das zeigt aber auch, wie stark wir verteidigt, wie aggressiv wir Beckum von unserem Tor weg gehalten haben und welchen läuferischen Aufwand wir betrieben haben.“ Wie erwartet musste Kapitän Dustin Wurst bei der Westfalia verletzungsbedidingt passen. Für ihn lief Felix Krellmann neben David Schmidt auf ungewohnter Position in der Innenverteidigung auf. „Er hat das auch schon mal in der vergangenen Saison gemacht“, hatte Mehnert keine Bedenken, den Nachwuchsmann auf dieser Position beginnen zu lassen. „Wir wissen, dass er ein spielintelligenter Junge ist, der die Sache lösen kann. Und wenn der Gegner nur eine Torchance hat, die aus einem Standard resultiert, können wir nicht so viel verkehrt gemacht haben.“

Zumal auf der anderen Seite gleich die erste echte Möglichkeit mit dem 0:1 belohnt wurde. Philipp Hanke hatte den Ball zu Thanh-Tan Tran gepasst, und der Sommer-Neuzugang, der nach langer Verletzungspause zum zweiten Mal in der Startelf stand, traf aus der Drehung zum 0:1 (8.). Mitte des ersten Durchgangs hätte Hanke bereits erhöhen können, doch nachdem er sich gut durchgespielt hatte, zog er über das Tor (25.). Danach boten sich Felix Bechtold zwei Möglichkeiten. Während er die erste verzog (34.), saß die zweite per Kopf nach Hanke-Ecke (42.).

Nach der Pause bemühte sich Beckum, doch zittern mussten die Gäste nur einmal, als nach einem Venker-Freistoß der eingewechselte Michael Krahn und Nick Grieswelle per Doppelchance an der vielbeinigen Westfalia-Abwehr und Keeper Christoph Hunnewinkel scheiterten (71.). Auf der anderen Seite verpassten Lennard Kleine (50., 71.), Hanke (66.) und Schmidt (73.) die Vorentscheidung, ehe Hanke (83.) und Jannick Kastner (88.) für den 0:4-Endstand sorgten. - güna

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