Fußball-Oberliga: Rhynern startet in Zweckel

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Mathieu Bengsch

HAMM - Es war eine lange Vorbereitungszeit für die Spieler des SV Westfalia Rhynern. Bereits am 2. Januar beorderte Trainer Björn Mehnert seinen Kader wieder auf den Trainingsplatz – so früh wie wohl kein anderer Klub in der Fußball-Oberliga-Westfalen. Um so größer ist die Vorfreude darauf, endlich wieder um Punkte in der Liga spielen zu dürfen.

Von Günter Thomas

Die ersten Punkte werden bereits am Freitagabend im Nachholspiel der Westfalia beim SV Zweckel (19.30 Uhr/Kampfbahn Dorstener Straße) vergeben.

„Endlich“, sehnt Björn Mehnert das Ende der Winterpause herbei. „Wir sind froh, dass es wieder losgeht und gehen frohen Mutes und mit Selbstvertrauen in die Rückrunde, weil wir eine gute Vorbereitung, ordentliche Spiele abgeliefert und fast alle Akteure an Bord haben. Wir sind gerüstet.“ Davon, dass sich Zweckel als Kellerkind der Liga optimal zum „warm up“ eignen würde, will der Rhyneraner Trainer allerdings nichts wissen. „Das ist ein ganz unbequemer Gegner, gerade zuhause“, sagt Mehnert. „Der hat nicht umsonst Rot Weiss Ahlen geschlagen, das als Spitzenreiter bisher gerade einmal zwei Saisonniederlagen kassiert hat.“

Ansonsten lief die Vorrunde für Zweckel nicht gerade optimal, was 13 Punkte aus bisher 16 Partien sowie der 17. und damit vorletzte Tabellenplatz des Teams belegen. Entsprechend braucht die Mannschaft von Trainer Günter Appelt jeden Punkt, um den Rückstand auf die Nichtabstiegsplätze nicht zu groß werden zu lassen. Bislang ist der SV nur drei Zähler vom Tabellen-14. Hammer SpVg entfernt und würde mit einem Sieg nur zu gerne vorerst gleichziehen. Dafür bemühten sich die Gastgeber, den Rasenplatz in der Kampfbahn an der Dorstener Straße bespielbar zu machen, was gelungen ist. Ein Umstand, den Mehnert aber nicht als Nachteil für seine Mannschaft sieht, die zwar zuletzt nur auf Kunstrasen trainiert hat, den Naturrasen aber überwiegend vorzieht. „Ich sehe da keinen Vorteil für eine Mannschaft“, sagt Mehnert, den schon eher die Tatsache aufmerken lässt, dass Zweckel mit Offensivakteur Seyit Ersoy, dessen Vertrag bei der Hammer SpVg vor Weihnachten im beiderseitigen Einvernehmen aufgelöst worden war, personell noch einmal nachgelegt hat. „Mit ihm haben sie sich qualitativ verstärkt“, warnt Mehnert. „Wir wissen daher um die Schwere des Spiels.“

Um so besser, dass mit Adem Cabuk (Gesichtsverletzungen) und Christoph Debowiak (Absplitterung am Oberschenkelknochen) nur zwei Spieler aus dem Westfalia-Kader definitiv ausfallen werden. Beide haben das Krafttraining wieder aufgenommen, sind von einem Einsatz aber noch sehr weit entfernt. Felix Böhmer kam nach seiner langen Verletzungspause in der Testphase zwar wieder zum Einsatz, aber „man sieht, dass ihm die Spielpraxis fehlt“, sagt Mehnert, der zudem betont, dass „man das enorme fußballerische Potenzial bei Felix sieht, auch wenn er im Moment noch ein Stück von 100 Prozent entfernt ist“.

Trotz zwischenzeitlicher Verletzungspausen während der Vorbereitung ist die Lage bei Lennard Kleine (Bänderdehnung), Mathieu Bengsch (Mittelohrentzündung) und Phillip Hanke (muskuläre Probleme und grippaler Infekt) für den Coach ein wenig anders gelagert. „Auch da haben wir Alternativen. Aber diese drei haben ja den größten Teil der Vorbereitung mitgemacht und sind Spieler, die nicht viele Einheiten brauchen, um an ihr Niveau heranzukommen“, sagt er. „Phillip hat einfach die spielerischen Qualitäten, Mathieu lebt von seiner Physis und Lennard, der ja zuletzt schon wieder gespielt hat, verbindet beides.“ Für Ersatzkeeper Marcel Klemmer, der den Verein verlassen hat (WA berichtete), wird Nils Offermann aus der U 23 mit nach Zweckel fahren. „Er hat unser vollstes Vertrauen“, versichert Mehnert.

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