Fußball-Oberliga

Nach der Pleite in Haltern sinken die HSV-Hoffnungen

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Von der Konkurrenz umringt: Die 0:2-Niederlage beim TuS Haltern hat den Druck auf die Hammer SpVg um Mittelfeldspieler Ralf Schneider (Zweiter von rechts) erhöht. Das Team muss jetzt auf Patzer mehrerer Konkurrenten um den Aufstieg hoffen.

Der Frust saß tief bei den Akteuren der Hammer SpVg. Das 0:2 beim TuS Haltern am Sonntag war ein Rückschlag im Aufstiegsrennen der Fußball-Oberliga. Und die Art und Weise, wie das Ergebnis zustande gekommen war, ärgerte die Hammer, die mehr denn je auf Patzer der Konkurrenz hoffen müssen, obendrein.

Hamm - Marius Kröner gehörte nach dem Abpfiff zu den wenigen HSV-Spielern, die nicht – wie von Trainer Sven Hozjak angeordnet – schnurstracks in der Kabine verschwanden. Vielmehr nahm der 28-Jährige erst einmal gefrustet für ein paar Augenblicke auf der Ersatzbank Platz und schlich dann geknickt vom Rasen. Nicht ohne seinem Ärger Luft zu machen. „Haltern hatte gefühlt zwei klare Chancen. Daraus macht das Team zwei Tore“, ließ Kröner die 90 Minuten Revue passieren, in denen die Gäste das bessere und aktivere Team gewesen waren, aber eben TuS-Keeper Marcel Müller nicht überwanden.

Stattdessen schwang sich Halterns gefürchteter Torjäger Stefan Oerterer trotz einer ansonsten eher unauffälligen Leistung zum Mann des Tages auf, indem er das 1:0 mit einer perfekt getimten Flanke in den Rücken der Hammer Abwehr vorbereitete und das 2:0 per Konter mit einem Solo durch die gesamte HSV-Hälfte selbst erzielte. „Die Halterner machen – genau wie im Hinspiel – mehr oder weniger aus dem Nichts das 1:0. Und unseren dummen Ballverlust spielen sie vor dem 2:0 gut aus“, analysierte Kröner.

Und so kassierte Hamm nahe des Halterner Stausees eine Niederlage, die sich möglicherweise als vorentscheidend entpuppen könnte. Zwar hat die Hozjak-Elf mit erst 25 die wenigsten Begegnungen der ersten sechs Teams in der Tabelle absolviert. Doch bei zwölf Punkten Rückstand auf Spitzenreiter ASC 09 Dortmund (drei Spiele mehr), neun auf den Zweiten Kaan-Marienborn (zwei mehr), sieben auf den SV Lippstadt und vier auf Haltern (je eins mehr) ist klar: Die HSV ist spätestens seit Sonntag darauf angewiesen, dass gleich mehrere direkte Konkurrenten patzen.

Mag sein, dass Kröner über diese Rechnereien noch nicht im Bilde war, als er kurz nach dem Abpfiff vom Platz schlich. Seine Bemerkung, der Dämpfer in Haltern sei „absolut nicht hilfreich“ gewesen, fasst die Dinge aus HSV-Sicht dennoch treffend zusammen.

Sollten die Hammer in der Oberliga bleiben, treffen sie dort in der kommenden Saison auch auf die beiden Aufsteiger 1. FC Gievenbeck und Holzwickeder SC, die als Meister der Westfalenligen bereits feststehen.

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