Mehnert enttäuscht: Rhynern verliert 1:2 gegen Sprockhövel

HAMM - Der SV Westfalia Rhynern tut sich im Jahr 2014 weiter schwer auf dem heimischen Platz. Nach dem 1:2 (0:1) am Papenloh gegen die TSG Sprockhövel bleibt die Westfalia in diesem Jahr im eigenen Stadion weiter sieglos.

Nach dem Spiel waren sich alle Beteiligten einig, dass am Ende die Sprockhöveler verdient als Sieger vom Platz gegangenen sind. „Das war ideenlos, mutlos und ohne Biss“, ärgerte sich Rhynerns Trainer Björn Mehnert über den Auftritt seiner Mannschaft. Dabei waren die Vorzeichen gut, denn bisher hatte die Westfalia alle ihre Punktspiele gegen die Gäste zu Null gewonnen. Dass sich diese Statistik ändern würde, war in der 26. Minute klar. In einem Duell zweier kompakt stehender Mannschaften hatte Sprockhövel die besseren Ideen und öffnete sich den Weg zum erfolgreichen Abschluss mit einem Doppelpass. Sebastian Sommer spielte Stephen Lorenzen an, und der legte erneut für Sommer auf, der dann frei durch war. Der Außenverteidiger suchte sich die linke Ecke zum 0:1 gegen den chancenlosen Dennis Wegner im Rhyneraner Tor aus.

Nun machte Rhynern mehr Druck, doch der entscheidende Ball in die Spitze fehlte. Nach dem Wechsel sollte sich das ändern, daher nahm Mehnert zur Pause gleich zwei Wechsel vor. Mit Sergej Petker und Denis Rödel ersetzten zwei neue Offensivkräfte die enttäuschenden Apolinarski und Tobias Urban. Mit den beiden Einwechslungen entwickelte die Westfalia mehr Schwung, doch Sprockhövel stand weiter kompakt. In der Rhyneraner Hintermannschaft taten sich allerdings Lücken auf. Emre Yesilova nutzte in der 51. Minute eine davon, um von der Mittellinie Richtung Rhyneraner Tor zu spurten, doch beim Abschluss setzte er den Ball neben das Tor der Westfalia. Rhynern erarbeitete sich nun selbst Chancen und war lediglich durch Standards von Denis Rödel gefährlich. So in der 54. Minute als Rödel zunächst Maximilian Wagener bediente, dessen Kopfball aber von einem Sprockhöveler Abwehrspieler ins Toraus abgewehrt wurde. Die folgende Ecke wurde ebenfalls von Rödel getreten. Dieses Mal köpfte Michael Wiese, dessen Ball aber gerade noch von Philipp Schulz geklärt wurde.

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Fußball Oberliga: Westfalia Rhynern - TSG Sprockhövel 1:2

Wenig später war es wieder ein Doppelpass, der die Rhyneraner Abwehr aushebelte. Dieses Mal waren es Yesilova und Xhino Kadiu im Zusammenspiel. Yesilova machte das 0:2 (59.). Drei Minuten später hätte der Sprockhöveler Spielmacher alles klar machen können, aber er legte auf den besser postierten Hasan Ülker ab, der freistehend an dem perfekt reagierenden Wegner scheiterte (62.). Kurz darauf zappelte der Ball dann im Gäste-Tor, doch dem Treffer von Thorben Menne wurde wegen knapper Abseitsstellung die Anerkennung verweigert. Die Gäste ließen weiter kaum Chancen zu und fanden immer Mittel, die Rhyneraner Angriffsbemühungen zu stoppen.

In der 81. Minute hätte Kadiu dann den Sack zu machen müssen, als er frei vor Wegner auftauchte, aber der Rhyneraner Torwart hielt die dieses Mal in schwarz agierende Westfalia im Spiel. Auf der anderen Seite fiel Rhynern wenig ein. Es blieb dabei, dass nur bei Standardsituationen Gefahr aufkam. Die einzige, die zum Erfolg führte, ereignete sich zu spät für die Westfalia. Nach einem erneuten Freistoß von Rödel, stocherte der aufgerückte Maximilian Wagener den Ball über die Linie (90.). Doch für eine Aufholjagd fiel dieser Treffer zu spät, denn kurz darauf beendete der umsichtige Schiedsrichter Markus Häbel die Begegnung. „Der Sieg freut mich natürlich ganz besonders, denn traditionell haben wir hier bisher immer schlechte Karten gehabt“, sagte Sprockhövels Trainer Lothar Huber, der sich auf eine entspannte Rückfahrt freute. - ps

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