HSV holt nur einen Punkt gegen Gütersloh

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Im ersten Durchgang lief bei der HSV nur wenig nach vorn. Und wenn, dann meist über Semih Yigit.

HAMM - Es wurde wieder nichts aus dem erhofften zweiten Heimsieg. Fußball-Oberligist Hammer SVg musste heute Nachmittag nach dem 0:0 vor 400 Zuschauern in einer schwachen Begegnung in der Evora Arena mit dem einen Punkt zufrieden sein.

„Wir können damit leben. Wichtig war, diesmal nicht zu verlieren.“, meinte HSV-Trainer Goran Barjaktarevic nach dem Schlusspfiff. Mit der mageren Ausbeute von 16 Punkten nach 16 Pflichtspielen müssen die Rot-Weißen in der Tabelle weiter nach unten schauen, zumal der Tabellenvorletzte Zweckel den Spitzenreiter Rot Weiss Ahlen besiegte und damit den Abstand auf die HSV auf vier Zähler verkürzte. „Wir hatten sicherlich die hochkarätigeren Torchancen, hätten am Ende, wenn der Kopfball von Kevin Kisyna nicht knapp neben das Tor gegangen wäre, aber sogar noch verlieren können“, war auch Güterslohs Coach Heiko Bonan mit dem Unentschieden am Ende nicht unzufrieden.

Einmal mehr hatte der HSV-Coach mit personellen Problemen zu kämpfen. So saß Jochen Höfler wegen der Beschwerden am Sprunggelenk beim Anpfiff nur auf der Bank. „Er konnte unter der Woche nicht trainieren, deswegen habe ich ihn erst in der Schlussphase gebracht“, begründete Barjaktarevic die Maßnahme. Immerhin stand Außenverteidiger Michael Kaminski nach langer Zeit erstmals wieder in der Startformation.

Nach vorsichtigem Abtasten besaßen die Rot-Weißen sogar die erste Chance in der Partie, als Jannik Prinz nach einer Flanke von Semih Yigit frei zum Kopfball hochstieg, aber nur den rechten Pfosten anvisierte. Fast im Gegenzug lief der Gütersloher Janis Kraus nach einem langen Ball allein auf das Tor von HSV-Schlussmann Manuel Lenz zu, schob das Leder aber knapp am linken Pfosten vorbei.

Der Rest der ersten Halbzeit war für die Zuschauer wenig unterhaltend. Beide Mannschaften hatten große Probleme mit dem rutschigen und tiefen Boden, erlaubten sich deshalb sehr viele Ballverluste im Aufbau. Nur sehr selten fanden die Teams den Weg in den Strafraum. Nach gut einer Viertelstunde war es erneut Kraus, der freistehend die zweite gute Chance für die Ostwestfalen ausließ.

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Fußball Oberliga: HSV - FC Gütersloh 0:0

Zu Beginn der zweiten Halbzeit wurde dann deutlich, warum die Gütersloher zuletzt sechs Spiele in Folge gewonnen hatten und in der Tabelle vom vorletzten auf den siebten Tabellenplatz geklettert waren. Sie drängten die Gastgeber nun in der eigenen Hälfte. Die Hammer konnten sich bei ihrem sehr aufmerksamen Schlussmann Lenz bedanken, dass sie nicht in Rückstand gerieten. In der 48. Minute stand Marc Birkenhake nach einem genauem Zuspiel allein vor Lenz, doch dieser war schnell aus seinem Gehäuse geeilt und hatte sich rechtzeitig auf den Ball geworfen. Wenig später strich eine Direktabnahme von Fatih Gürer nur knapp über den Hammer Querbalken. Und nach gut einer Stunde war es wiederum Lenz, der einen platziert getretenen Freistoß aus 20 Metern von Ufuk Basdas noch mit den Fingerspitzen um den Pfosten drehte. Wenn die Rot-Weißen in dieser starken Gütersloher Drangphase in Rückstand geraten wären, hätten sie sich nicht beklagen können.

Immerhin bäumten sich die Platzherren in der Schlussphase noch einmal auf. Was auch daran lag, dass Torjäger Jochen Höfler in der 68. Minute ebenso eingewechselt wurde wie Neuzugang Miguel Dotor-Ledo, der sein Debüt im Trikot der HSV gab. Beide sorgten für etwas mehr Schwung in den zuvor doch arg stockenden Vorwärtsbemühungen der Hammer. Und fast wäre den Gastgebern sogar noch ein Treffer gelungen. Erst köpfte der ebenfalls eingewechselte Kisyna nach einer Rechtsflanke von Dennis Jungk knapp am Tor vorbei, den fehlten Höfler bei einem Querpass von Jungk im Abschluss nur wenige Zentimeter. Er rutschte am Ball vorbei.

Auch zur Erleichterung von Güterslohs Coach Bonan: „Wir sind nach Hamm gekommen, um zumindest einen Punkt mitzunehmen. Das ist uns gelungen. Es war eine Begegnung, die in erster Linie bei diesen schweren Platzverhältnissen vom Kampf geprägt wurde.“ Zumindest in dieser Hinsicht hatte die Hammer SpVg mitgehalten, was auch Barjaktarevic angesichts der Personalprobleme schließlich zufrieden stellte. - P. Sch.

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