HSV siegt 2:1 in Neuenkirchen

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Zwischen dem SuS Neuenkirchen und der Hammer SpVg (Marko Martinovic in der Mitte) ging es nicht zimperlich zu.

NEUENKIRCHEN - Punkte statt Ständchen: Die Oberliga-Fußballer der Hammer SpVg haben ihren Trainer Goran Barjaktarevic an dessen 45. Geburtstag mit einer konzentrierten und disziplinierten Klasseleistung überrascht. Ein Doppelschlag von Jochen Höfler (55./56.) bescherte der HSV den zweiten Auswärtssieg in Folge und den heimstarken Gastgebern die erste Heimpleite seit Mitte März.

„Die Jungs haben sich richtig reingekniet. Sie haben das Vertikalspiel des Gegners unterbunden. Das war eine gute Generalprobe für das Kreispokalfinale gegen Rhynern“, registrierte ein entspannter, wenn auch nach einem Einsatz für die HSV-Altherren tags zuvor leicht humpelnden Barjaktarevic.

Er hatte seiner Elf eine rigorose Defensivtaktik verordnet. Die Hammer erwarteten Neuenkirchens Angriffe mit einer fünf Personen starken Mittelfeldwand. Die störte die mit dem Selbstvertrauen von sechs Siegen in Serie (22:4 Tore) beginnenden Gastgeber wenig. Vor für SuS-Verhältnisse spärlicher Kulisse von 248 Zuschauern – das örtliche Schützenfest hatte Spuren hinterlassen – stürmten die Neuenkirchener zunächst vor allem über ihre schnellen Außen nach vorn. Das führte zu einigen Chancen, die Braininger, Bülter und Osterhaus zu unplatziert abschlossen.

Die SuS-Führung lag in der Luft – zudem musste bei der HSV Emre Demir früh raus, nachdem er umgeknickt war (25.). Es kam Ersin Kusakci, der nach Anlaufschwierigkeiten als zentraler Mittelfeldmann maßgeblichen Anteil daran hatte, dass die Gastgeber bei ihren Angriffen immer vorsichtiger wurden. Seine Steilpässe auf Daniel Schaffer (36./frei vorbei) und Höfler (44.), der bereits zuvor nach weitem Pass von Marko Martinovic in aussichtsreicher Position an den Ball gekommen war (22./Fußabwehr SuS-Keeper Dennis Fischer), hinterließen bei Neuenkirchen sichtlich Eindruck.

Die Gastgeber kamen auch nach dem Wechsel nicht mit der tief stehenden HSV zurecht. Die konterte vorbildlich: Michael Oscislawski eroberte den Ball, passte ihn zu Schaffer, der Höfler steil schickte. Der Torjäger vollstreckte eiskalt zum 0:1 (55.). Nur eine Minute später gab es die nächste Konterlektion für den SuS. Wieder traf Höfler, wieder war der Vorbereiter Schaffer, nur der erste Passgeber war diesmal ein anderer: Ersin Kusakci. Neuenkirchen reklamierte Abseits, doch der Protest prallte an Schiedsrichter Marcel Neuer ab. Mit Ausnahme eines Versuchs von Bülter (59.), der in der nächsten Saison beim Regionalliga-Aufsteiger Rödinghausen unter Vertrag steht, brachte der Tabellenvierte aus dem Spiel heraus wenig zustande. Er brauchte einen Standard, um zu verkürzen. Nicolas Haverkamp traf mit einem Freistoß aus 23 Metern in den Winkel (67.). „Der war haltbar“, ärgerte sich HSV-Keeper Trifon Gioudas, der sich in Erwartung eines anderen Schützen ungünstig postiert hatte.

Die Schlussphase hatte es in sich. Kusakci ließ sich den Ball im Strafraum einfach vom Fuß nehmen (69.), auf der Gegenseite parierte Gioudas gegen Bülter (75.). Die Neuenkirchener ließen sich in ihrem Sturmdrang auch von einer Unterzahl nicht abbringen – Bülter hatte wegen eines Schubsers gegen Dennis Jungk Rot gesehen (86.). Zuvor hatte der SuS Glück gehabt, dass Neuer das Nachtreten von Fuchs gegen Höfler nicht geahndet hatte (78.). Gioudas und Dursun Akdag bewahrten die HSV mit vereinten Kräften vor dem 2:2 (89.). Kurz darauf hatten die Hammer die Abwehrschlacht überstanden. - sst

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