HSV schlägt Kellerkind Westfalia Herne

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Hamm - Die Hammer SpVg hält den Abstiegskampf in der Oberliga Westfalen spannend. In der Evora Arena schlug die Mannschaft von Trainer Oliver Gottwald das Kellerkind Westfalia Herne mit 3:1 (1:0).

Für den Ex-HSV-Trainer Holger Wortmann, der mittlerweile in Herne auf der Bank sitzt, gab es zu seinem 48. Geburtstag keine Geschenke. Seine Elf verpasste es, den Abstand auf Schlusslicht SV Zweckel, der tags zuvor mit 5:1 gegen den SuS Stadtlohn gewonnen hatte, wieder auf vier Punkte auszubauen.

Zu souverän zeigte sich die Hammer SpVg, nachdem sie in der zweiten Minute einen Schreckmoment unbeschadet überstanden hatte. Fatmir Ferati hatte den Ball quer auf Semih Aktas gelegt, doch der Ex-HSVer scheiterte am starken Torwart Manuel Lenz, der nach Spielschluss vor allem die „geschlossene Mannschaftsleistung“ als Ausschlag für den Sieg sah. Und die Tatsache, dass „Jochen Höfler wieder trifft.“ So war es auch beim 1:0, als der erfahrene Torjäger nach einem abgewehrten Schuss von Danny Radke am schnellsten schaltete und die Herner Abwehr austanzte. „Das war ein Fehler. Das 1:0 darf nie so fallen“, ärgerte sich Wortmann. Nach dem Treffer hatte die HSV das Geschehen im Griff, so dass Gottwald ins Schwärmen geriet: „Mit viel mehr Kontrolle als wir in der ersten Halbzeit kann man kaum spielen.“ Was den Hammer Coach allerdings ärgerte, war die Tatsache, dass aus der Überlegenheit nichts Zählbares wurde: „Wir haben es verpasst, den Sack zuzumachen.“ Emre Demir (21.) oder Roman Maciejak verpassten es, für die Hammer SpVg zu erhöhen.

Fußball Oberliga: Hammer SpVg - Westfalia Herne 3:1

So ging es mit dem 1:0 in die Pause, in der Wortmann die Gelegenheit nutzte, seine Mannschaft umzustellen. Die Westfalia agierte nach Wiederanpfiff nun mehr so, wie es von einer Mannschaft erwartet wird, die mitten im Abstiegskampf steckt. Ähnlich wie in der ersten Hälfte, hatten die Gäste eine Riesenchance. Dieses Mal scheiterte der gerade eingewechselte Enes Kaya an Lenz (48.). Sieben Minuten später versuchte es Sebastian Mützel aus der Distanz, doch dessen abgefälschter Schuss fand ebenfalls nicht den Weg ins Hammer Tor. Dafür konterte die HSV erfolgreich. In der 59. Minute netzte Danny Radke gegen seinen Ex-Verein zum 2:0 ein. Herne wirkte kurz geschockt, steckte aber nicht auf. Doch Lenz war nicht nur auf der Linie stark, sondern klärte in der 63. Minute im Herauslaufen im Stile seines Namensvetters Manuel Neuer gegen Ferati.

Eine Minute später musste der ehemalige Zweitliga-Torwart dann aber doch hinter sich greifen, als Mützels Schuss in den Maschen landete. Von nun an zeigte sich die HSV äußerst kompakt. Herne versuchte sein Glück vor allem mit Distanzschüssen, die aber kein Problem für Lenz darstellten. Vor allem Ferati zog gerne von der Strafraumgrenze ab. Die mit kleinem Kader angetretenen Gastgeber ließen mehr nicht zu. „Am Ende fehlten vielleicht ein paar Körner“, meinte Gottwald mit Verweis auf die Situation, dass er regelmäßig Akteure seines Kaders als Hilfe für die abstiegsbedrohte U23 in der Landesliga abstellt. Zu guter Letzt besaß die HSV aber noch die Kraft, mit einem weiteren Konter für die Entscheidung zum 3:1 zu sorgen. Wieder war es Radke, der gegen seine Ex-Kollegen traf. - ps

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