2:2 gegen Heven: HSV schon sechs Spiele sieglos

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Gestoppt: Ersin Kusakci kommt gegen zwei Hevener nicht zum Zuge. Am Ende wurde auch die HSV ausgebremst, verspielte eine 2:0-Führung und musste sich mit einem Punkt begnügen.

HAMM - Die Durststrecke bei der Hammer SpVg hält an. Auch nach der Fußball-Oberliga-Partie gegen den TuS Heven 09 konnten sich die Spieler der HSV nicht über einen Sieg freuen und müssen nun bereits seit sechs Spieltagen auf einen dreifachen Punktgewinn warten.

Gegen den Tabellen-17. verpassten es die Gastgeber, eine 2:0-Führung ins Ziel zu bringen und mussten sich nach 90 wechselhaften Minuten noch mit einem 2:2 (1:0)-Unentschieden begnügen. Bei der Hammer SpVg war zu Beginn eine große Verunsicherung in allen Mannschaftsteilen zu spüren. Torwart Christoph Hunnewinkel hatte eine harmlose Flanke der Hevener bereits sicher gefangen, ließ den Ball dann aber noch aus den Armen zur Ecke gleiten (3.). Auch im Aufbauspiel leisteten sich die Hammer zu viele technische Fehler bei der Ballannahme und im Kombinationsspiel. Trotzdem waren die Gastgeber vor 300 Zuschauern in der Evora-Arena das spielbestimmende Team, weil sich die Gäste aus dem Ruhrgebiet weit zurückzogen und die HSV erst in der eigenen Hälfte attackierten. Der TuS setzte auf eine reine Kontertaktik, wobei im Sturm nur Ali Abou-Saleh auf lange Pässe lauerte. Doch wenn der Offensivmann einmal das Leder behaupten konnte, rückten seine Mitspieler zu zaghaft nach, um die Hammer Hintermannschaft in die Bredouille zu bringen.

Auf der anderen Seite fehlten der Spielvereinigung Raum und Zeit, um sich durch das enge Mittelfeld zu kombinieren. Deshalb wurde das Flügelspiel forciert, aber auch hier war spätestens am gegnerischen Strafraum Endstation oder die Flanken fanden keinen Abnehmer.

Die einzige schön herausgespielte Chance in einer schwachen ersten Halbzeit besaßen die Gastgeber nach einer Viertelstunde. Nach Flanke von Luc Ndjock legte Jochen Höfler auf, aber Daniel Schaffer scheiterte freistehend an TuS-Keeper Kevin Wirges. „Heven stand in der ersten Hälfte hinten sehr kompakt. Da ist es klar, dass wir nicht mit Tempo in die Schnittstellen der Abwehr spielen können“, erklärte HSV-Trainer Goran Barjaktarevic.

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Fußball Oberliga: Nach 2:0 Führung noch Remis bei HSV-Heven (2:2)

Mehr als einen Torschuss durch Alexander Nour nach einem Befreiungsschlag brachte aber auch der TuS Heven nicht zustande (33.). „Aufhören, aufhören“, skandierten die immer unruhiger werdenden Fans auf der Tribüne, doch diese Unmutsbekundungen halfen der verunsicherten Mannschaft nicht weiter.

Immer wieder wurde das Leder in der Viererkette quer gespielt, weil die Anspielstationen im Mittelfeld fehlten. Erst als sich Luc Ndjock ein Herz fasste und nach vorne stürmte, wurde es gefährlich. Seine scharfe Hereingabe lenkte Özgür Cetinbag unglücklich ins eigene Tor (45.+1.).

Kurz nach Wiederanpfiff erhöhte Jochen Höfler nach maßgenauer Flanke von Ersin Kusakci auf 2:0 (48.), aber wirklich Sicherheit gab der Vorsprung nicht. Stattdessen gelang Heven aus dem Nichts der Anschlusstreffer, als Özgür Cetinbag einen Schuss von Demir Mustic die entscheidende Richtungsänderung gab (55.).

Die HSV hätte in einer besser werdenden Begegnung bei klaren Konterchancen durch Daniel Schaffer (58.) und Emre Demir (61.) für die Vorentscheidung sorgen können. Doch das Tor fiel auf der anderen Seite. Nach einem langen Pass von Yunus Albayrak schloss Alexander Nour unhaltbar für Christoph Hunnewinkel ab (79.). „Es ist rätselhaft, dass wir bei langen Bällen, die so lange in der Luft sind, so anfällig sind“, ärgerte sich Goran Barjaktarevic. „Wir haben hinten langsame Leute, das wissen auch die Gegner. Aber dann muss man seine Spielweise anpassen, richtig stehen und schneller reagieren.“ - St

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