Fußball-Oberliga

Hammer SpVg bestätigt Wechsel von Trainer Hozjak

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Der bisherige Co-Trainer Alexander Lüggert (links) übernimmt nach dem Abschied von Chefcoach Sven Hozjak zu den Sportfreunden Lotte bis auf Weiteres das Kommando auf der Bank der Hammer SpVg.

[Update: 15.50 Uhr] Paukenschlag bei der Hammer SpVg: Trainer Sven Hozjak wechselt vom heimischen Fußball-Oberligisten zum Drittligisten Sportfreunde Lotte. Am Donnerstag bestätigte die HSV per Pressemitteilung den Abschied des Coaches. Nachfolger wird "bis auf Weiteres" dessen "Co" Alexander Lüggert.

Hamm - Trainer Sven Hozjak geht nach etwas mehr als zwei erfolgreichen Jahren bei der Hammer SpVg als Co-Trainer zum Drittligisten Sportfreunde Lotte, wo er im Gespann mit Nils Drube die Nachfolge des entlassenen Matthias Mauksch antritt. Bei der HSV übernimmt „bis auf Weiteres“, wie es heißt, Hozjaks bisheriger Assistent Alexander Lüggert die Verantwortung.

Zur Saison 2016/17 war Hozjak vom TuS Haltern nach Hamm gekommen, wo er mit seinem Team zweimal knapp den Aufstieg in die Regionalliga verpasste. Kurz nach dem Statement der HSV vermeldete auch Lotte die Verpflichtung des neuen Duos. Wenig später leiteten Drube und Hozjak bereits ihre erste Trainingseinheit bei dem Klub aus dem Tecklenburger Land. Für eine Stellungnahme war der bisherige HSV-Coach, der eine Ausstiegsklausel in seinem Kontrakt zu dem Wechsel nutzte, telefonisch nicht zu erreichen.

Zum Abschied gute Wünsche von Chiquinho

Die Hammer sprechen in ihrer Mitteilung angesichts von Hozjaks Abgang zu einem höherklassigen Klub vom „Sprungbrett HSV“ und verweisen darauf, dass ihr nunmehr Ex-Trainer auch eine Vergangenheit als Spieler in Lotte hat. „Wir gönnen Sven diese Chance in der 3. Liga von Herzen und wünschen ihm, dass er im Profifußball Fuß fassen kann“, wird Chiquinho, Hamms Sportlicher Leiter, zitiert. Die Entwicklung zeige, „dass wir bei unseren letzten Personalentscheidungen ein gutes Händchen hatten“. 

HSV-Förderer Achim Hickmann widersprach auf Nachfrage WA-Informationen, nach denen die Verantwortlichen Hozjak ungeachtet der Ausstiegsklausel erst nicht hätten freigeben wollen. Er sehe den Abschied des 37-Jährigen vielmehr mit einem lachenden und einem weinenden Auge. „Ich freue mich, dass er aufgrund der erfolgreichen Arbeit, die er bei uns geleistet hat, diese Möglichkeit erhält“, betonte der Geschäftsmann.

Bei der Nachfolge für Hozjak setzen die Hammer auf eine interne Lösung. Lüggert war nach seiner Tätigkeit als Chefcoach beim Bezirksligisten Westfalia Wethmar in der Winterpause der Spielzeit 2016/17 nach Hamm gewechselt und ist mit Hozjak seit knapp zehn Jahren befreundet. 

Freundschaft zwischen Hozjak und Lüggert soll bestehen bleiben

Daran werde sich auch nach dessen Weggang nach Lotte nichts ändern, versicherte Lüggert im Gespräch mit dem WA. „Ich finde, dass Sven mit Lotte eine Aufgabe bekommt, die für ihn passend ist, von seiner Qualität her, seiner Vita und der Verbundenheit zu dem Verein“, sagte der 36-Jährige: „Ich drücke ihm alle Daumen.“

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Er selbst stimmt die Mannschaft der HSV gemeinsam mit Co-Trainer Karl-Heinz „Mano“ Zielinski auf die kommenden Aufgaben ein. Zudem solle Chiquinho enger an den Trainerstab heranrücken, machte Lüggert deutlich. „Durch Svens Weggang werden uns faktisch zwei Hände fehlen. Um die fehlende Manpower auszugleichen, ergibt es Sinn, jemanden näher dazu zu holen“, unterstrich der Lüner.

Wichtiges Heimspiel am Sonntag gegen Herne

Er will dem Team Stabilität geben: „Man muss schauen, dass die Mannschaft weiter das Gefühl hat, dass sich um sie gekümmert wird.“ Ob Lüggert die Elf nur übergangsweise oder dauerhaft betreuen wird, hält er selbst nach eigener Aussage für „unwichtig“.

Besondere Maßnahmen im Hinblick auf das wichtige Heimspiel gegen Westfalia Herne will er nicht ergreifen. „Du wirst dich individuell auf Herne vorbereiten müssen, aber unabhängig von den vergangenen Partien. Denn auch da haben wir Dinge gut gemacht“, so Lüggert, der mit dem Team um den ersten Saisonsieg kämpft.

Innenverteidiger Felix Fuchs wechselt zu Westfalia Herne

Bereits am Mittwoch hatte Westfalia Herne den Transfer von HSV-Verteidiger Felix Fuchs ins Ruhrgebiet bekannt gegeben. Auch diese Personalie bestätigten die Hammer am Donnerstag. Fuchs hatte sich in der Vorbereitung auf die gerade begonnene Spielzeit nach seinem im Mai 2017 erlittenen zweiten Kreuzbandriss wieder an die Mannschaft herangekämpft. Auf WA-Nachfrage bestritt Fuchs, dass sein Wechsel mit dem Abschied seines Förderers Hozjak in Zusammenhang stehe.

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