HSV gewinnt gegen Sprockhövel - Khmiri sorgt für Entscheidung

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HAMM - Als auch die letzte Verzweiflungstat der TSG Sprockhövel in Form eines lang geschlagenen Balles aus der eigenen Hälfte sicher in den Armen von Manuel Lenz gelandet war, durften die Akteure der Hammer SpVg die Hände jubelnd in die Luft recken.

Von Günter Thomas

Mit 1:0 (1:0) hatten sie im Oberliga-Kellerduell die Oberhand behalten und damit nicht nur den ersten Sieg in der Evora Arena seit dem 1:0 über den SV Zweckel am 9. September eingefahren, sondern auch ihrem Trainer den ersten Dreier seit seinem Amtsantritt beschert.

„Dieser Sieg geht voll und ganz in Ordnung, weil wir viel investiert haben“, freute sich ein gut gelaunter Oliver Gottwald. „Die Jungs haben begriffen, dass man auf diesem Geläuf Fußball arbeiten muss.“ Naturgemäß weniger Spaß hatte Sprockhövels Robert Wasilewski. „Wir sind in einer ausgeglichenen ersten Halbzeit mit dem ersten Fehler bestraft worden“, sagte er. „Am Ende war der Hammer Sieg aber verdient, weil wir zu wenig gemacht haben, um das Spiel zu drehen.“ Es darf wieder gelacht werden bei der HSV – jetzt sogar nach Heimspielen. In der obligatorischen Runde nach Spielschluss am Anstoßkreis war die Stimmung locker, und das, obwohl Physiotherapeut Zafer Arslan feixend mahnte: „Glaubt nicht, dass ihr heute nicht auslaufen müsst!“

Das fiel wie die Partie selbst für Jochen Höfler aus. Der Stürmer hatte am Donnerstag im Training einen Schlag mit dem Ellbogen in die Rippen bekommen. „Die Schmerzen haben sich zunehmend verschlimmert“, erklärte Gottwald. „Er musste Samstag noch ins Krankenhaus, hat eine starke Prellung. Daher kam sein Einsatz nicht in Frage.“ Ebensowenig wie der von Mesut Özkaya, der eine Sperre für seine fünfte Gelbe Karte absitzen musste. So rückten Serafettin Sartisoy auf der Sechserposition und Semih Yigit nach verbüßter Rotsperre in die Startformation, in der Robert Maciejak als einzige Spitze fungierte.

Es entwickelte sich von Beginn an auf dem holprigen und nur schwer zu bespielenden Rasenplatz eine Partie, in der die technischen Momente erwartungsgemäß eine Seltenheit waren. Kampf war Trumpf – und entsprechend engagiert gingen beide Teams zu Werke. Wobei sich die Gastgeber optisch leichte Vorteile erarbeiteten und vor allem auch einige Male gefährlich vor dem Tor zum Abschluss kamen. Nach sechs Minuten hatte Danny Radke die erste „Halbchance“, zog den Ball aber am Tor vorbei. Neun Minuten später die erste zwingende Möglichkeit – auch wenn sie aus einem Torwartfehler resultierte. Einen langen Ball von Dursun Akdag spitzelte Yigit an der 16-Meter-Linie mit dem Kopf an Torhüter Patrick Knieps vorbei, verfehlte dann aber das leere Tor. Kurz danach parierte Knieps einen Radtke-Schuss glänzend zur Ecke (20.). Doch zwei Minuten später erntete die HSV den Lohn für ihre Bemühungen, als Radtke scharf nach innen flankte und Khmiri goldrichtig stand, um das Spielgerät zur Führung über die Linie zu drücken. Leichter wurde es für die Gastgeber dadurch nicht. Das Team überließ in der Folge zunehmend den Gästen die Initiative, beschränkte sich auf Chancenvereitlung und Konter. So klärte Jens Grembowietz in höchster Not vor dem einschussbereiten Sprockhöveler Tim Dudda (34.).

Richtig gefährlich wurden die Gäste aber nicht mehr – auch nicht nach dem Wechsel. Zwar bemühte sich die TSG, doch waren die Mittel gegen eine nicht immer sattelfeste Hammer Hintermannschaft nicht ausreichend, um zum Abschluss zu kommen. Auf der anderen Seite zielte Sarisoy aus aussichtsreicher Position zu ungenau (62.), und Knieps parierte einen Yigit-Freistoß (68.). „Der finale Pass hat bei uns gefehlt“, bemängelte Gottwald das eigene Konterspiel. „Sonst hätten wir viel mehr Ruhe gehabt. Und machen wir das 2:0, dann ist der Appel geschält.“

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