Lenz hält Punkt für die Hammer SpVg fest

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Abgekämpft, aber glücklich präsentierte sich der HSV-Kader nach dem 1:1 in Gütersloh.

Gütersloh - Die Hammer SpVg erkämpfte sich mit einem Kraftakt im letzten Auswärtsspiel in dieser Oberliga-Saison beim 1:1 (0:1) einen Punkt beim FC Gütersloh. Obwohl es bei sommerlichen Temperaturen für beide Teams nur noch um die Platzierung in der Tabelle geht, lieferten sich die beiden langjährigen Rivalen einen offenen Kampf.

Vor allem die Gastgeber wollten sich mit drei Punkten von ihren Fans unter den 370 Zuschauern verabschieden. Bereits in der zweiten Minute hatte Vadim Thomas freistehend vor Manuel Lenz die Führung auf dem Fuß, scheiterte aber am Hammer Schlussmann. „Wir haben ordentlich angefangen, aber dann ein wenig den Faden verloren“, sagte HSV-Trainer Oliver Gottwald nach dem Spiel. Vor allem beim 1:0 für den FC Gütersloh fehlte bei den Hammern die Ordnung. Den ersten Eckball bekam die Abwehr nicht kontrolliert. Güterslohs aufgerücktem Innenverteidiger Simon Schubert sprang der Ball quasi auf den Fuß, so dass er Lenz bei seinem Knaller aus gut 14 Metern keine Chance ließ (23.). Danach geriet die HSV ein wenig ins Trudeln, doch sie hatte ja noch Lenz, der erneut eine Riesenchance von Thomas zunichte machte (31.) und eine Minute später Nico Schürmann verzweifeln ließ. Die HSV brauchte bis zur letzten Minute des ersten Durchgangs, um noch einmal nennenswert vor das Tor der Gastgeber zu kommen. Beim Freistoß von Danny Radke musste sich Christopher Rump mächtig strecken, um den Ball mit der Faust über die Latte zu lenken.

Nach dem Seitenwechsel traten die Hammer dann wieder agiler auf. Semih Yigit bediente Jochen Höfler von außen, doch der Torjäger brachte den Ball trotz artistischer Einlage nicht unter Kontrolle (47.). Beim 1:1 waren dann keine Verrenkungen nötig. Nachdem Lukas Meiertoberens Yigit im Strafraum zu Fall gebracht hatte, verwandelte der HSV-Kapitän Höfler souverän (56.). Noch nach den 90 Minuten protestierten einige Gütersloher gegen den Pfiff, nicht aber FC-Trainer Heiko Bonan: „Bei dem Strafstoß stand ich zu weit weg, um es genau zu sehen. Wir können oder müssen zwei Tore mehr machen. Wir haben genug Chancen gehabt.“

Beispielsweise hatte Routinier Alexander Schiller zwei Mal das 2:1 (58./79.) in seinem letzten Spiel für Gütersloh auf dem Fuß. Der ehemalige Rhyneraner läutete mit seiner zweiten Großchance die Gütersloher Schlussoffensive ein. Doch zunächst scheiterte Janis Kraus an Lenz (81.). Beim nächsten Angriff war es die Latte, die Lenz beim Schuss von Fatih Gürer half (82.). Wiederum eine Minute später war Lenz gegen Lars Beuckmann Sieger.

„Er hat uns heute den Punkt festgehalten“, sprach Gottwald seinem Keeper ein Sonderlob aus. „Dabei wusste ich gar nicht, ob der Trainer mich aufstellt bei der Auswahl an Torhütern“, flachste Lenz ob der Tatsache, dass wegen der Abstellungen an die U23 HSV-Urgestein Karl-Heinz „Mano“ Zielinski als zweiter Torwart nominiert worden war. Trotz der dünnen Personaldecke ergatterte die HSV schließlich den Punkt und machte ihren Trainer stolz: „Wir geben seit Wochen alles runter für die Zweite, aber was die Jungs hier abrappeln, ist einfach Wahnsinn. Jetzt gibt es erst mal zwei Tage frei und dann wollen wir uns am Sonntag mit einem guten Spiel gegen Ennepetal von unseren Fans verabschieden.“

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