Fußball-Oberliga: Rhynerns Kapitän will oben mitmischen

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Dustin Wurst

HAMM - Nur noch zwei Spiele sind es bis zur Winterpause in der Fußball-Oberliga, und noch immer steht der SV Westfalia Rhynern in der Spitzengruppe. Für Dustin Wurst eine Situation, die ruhig bis zum Saisonende so bleiben darf.

„Natürlich ist der Blick auf die Tabelle für uns supergeil“, sagt der Kapitän der Westfalia mit Blick auf den dritten Tabellenplatz der Mannschaft hinter Rot Weiss Ahlen und dem TuS Erndtebrück. „Die Mannschaft hat sich das verdient – und natürlich träumen wir alle ein bisschen davon, dass noch mehr geht.“ Was in diesem Fall der Aufstieg in die Regionalliga wäre. Denn rechnet man die möglichen drei Punkte aus dem Nachholspiel beim Ligavorletzten SV Zweckel noch ein, zieht die Westfalia sogar im dann begradigten Ranking an Erndtebrück vorbei – auf einen der beiden Aufstiegsplätze.

Wurst ist sich zumindest sicher, dass seine Mannschaft in der Liga dauerhaft oben mitmischen kann. „Wir sind seit dem fünften oder sechsten Spietag in der Spitzengruppe – das ist keine Momentaufnahme, sondern zeigt, was wir für Möglichkeiten haben“, sagt er. „Und ich wüsste nicht, warum wir noch einbrechen sollten.“ Schon gar nicht in den verbleibenden Spielen bis zur Winterpause am Sonntag bei der SpVg Erkenschwick und eine Woche drauf gegen den SV Lippstadt. „Wir sind für beide Mannschaften keine Laufkundschaft und, wenn man auf die Tabelle guckt, bedingt auch Favorit“, zeigt sich der Westfalia-Kapitän selbstbewusst. „Unser Ziel muss es daher sein, mindestens vier Punkte aus diesen beiden Spielen zu holen. Und wenn wir unsere Leistung abrufen, dann wäre das auch nicht ganz unwahrscheinlich.“

Zehn von 14 Partien gewann die Westfalia bislang, nur drei gingen verloren. Und selbst wichtige Ausfälle kann das Team offenbar kompensieren. „Mit Christoph Debowiak ist ein für uns ganz wichtiger Spieler ausgefallen, und wir haben gewonnen. Ich habe zuletzt gefehlt, und wir haben gewonnen“, sagt Wurst. „Wir sind in der Breite einfach so gut aufgestellt, dass wir sehr variabel spielen können und immer eine gute Mannschaft auf dem ,Eis‘ haben.“ Auch ohne den Kapitän. Denn der saß beim 3:0 über Neuenkirchen nach überstandenem Muskelfaserriss in der Wade und einer Woche Pause nur auf der Bank. „Ich habe gemerkt, dass noch ein, zwei Einheiten fehlten“, hat er Verständnis für die Entscheidung von Trainer Björn Mehnert, ihn nicht zu bringen. „Mittlerweile glaube ich, dass ich an die alten Leistungen anknüpfen kann. Doch wenn du 3:0 gewinnst, haben alle Jungs, die gespielt haben, ein Anrecht darauf, wieder in der Startelf zu stehen. Aber ich will im Training zeigen, dass der Kapitän zurück ist und spielen will – nur das geht nicht durch Laberei.“

Nur mit Reden lässt sich auch die Hürde Erkenschwick nicht nehmen. Doch selbst die Tatsache, dass der Tabellensechste mit Stefan Oerterer über den derzeit mit 13 Treffern erfolgreichsten Torjäger der Saison verfügt, schreckt Wurst nicht. „Der ist ein wichtiger Faktor, und wenn wir ihn aus dem Spiel kriegen, wird es einfacher“, sagt er. „Aber wir haben mit Philipp Hanke und Lennard Kleine sogar zwei vorne, die ganz stark spielen. Von mir aus soll jeder von den dreien ein Tor schießen – dann gewinnen wir 2:1.“ - güna

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