Am Sonntag voller Einsatz im Oberliga-Derby gefordert

+
Einsatzfähig: Damir Kurtovic (links) könnte im Derby wieder in die HSV-Startelf zurückkehren und es mit Rhynerns Lennard Kleine zu tun bekommen.

HAMM - 1:1, 2:2, 1:1, 2:2 – so endeten die letzten vier Oberliga-Duelle zwischen der Hammer SpVg und dem SV Westfalia Rhynern. Gehorchten Fußball-Ergebnisse dem Gesetz der Serie, stünde das Ergebnis für die Partie am Sonntag (17.30 Uhr/Evora Arena) bereits fest: 1:1.

Doch so berechenbar ist Fußball nicht. Das weiß auch HSV-Trainer Oliver Gottwald. „Das wird diesmal kein Unentschieden. Ich glaube, es wird einen Sieger geben.“ Und der soll aus seiner Sicht Hammer SpVg heißen.

Lesen Sie auch:

Interview zum Oberliga-Derby: Das sagen die Trainer

Für den Wittener ist es nicht das erste Hammer Stadtduell. In der Saison 1999/2000 führte er Rhynern als Spielertrainer in die Partien gegen seinen heutigen Club. Damals feierte er deutliche Siege (3:0, 7:2). Von einem klaren Erfolg für Gottwalds Mannschaft ist am Sonntag nicht auszugehen. Nach der Statistik dürfte die HSV ein neuerliches Derby-Remis als Erfolg verbuchen, denn sie geht als abstiegsbedrohter Tabellen-16. in die Partie, während der formstarke Dritte Rhynern erst am Mittwochabend mit dem 2:1-Sieg im Spitzenspiel gegen RW Ahlen seine Aufstiegsambitionen bestätigte.

Vor den Augen übrigens der HSV-Mannschaft, die nach dem extra vorverlegten Training geschlossen zum Papenloh fuhr. Was Gottwald dort sah, war zwar nicht allzu neu für ihn, deshalb allerdings nicht weniger eindrucksvoll. „Rhynern hat eine kompakte, funktionierende Truppe. Die Jungs zeigen viel Laufbereitschaft. Sie sind zweikampfstark und sehr gallig auch bei zweiten Bällen. In der Offensive gehen Tran, Kleine und Hanke schön ab. Da ist Musik drin“, sagt der HSV-Coach. Die will er am Sonntag leise, am liebsten ganz abdrehen. Und das geht nur über Kampf und Leidenschaft.

Thanh-Tan Tran kehrt in die Evora Arena zurück

Im Duell mit Ahlens Rouven Meschede: Thanh-Tan Tran, der gegen RWA stark aufspielte

Thanh-Tan Tran interessiert es nicht sonderlich, dass er am Sonntag ein Derby erlebt oder dass er zu seinem Ex-Verein zurückkehrt. „Ich freue mich einfach, dass wir nach unserem Sieg gegen Ahlen die nächste Chance haben, drei Punkte einzufahren. Denn jetzt wollen wir alle hoch“, sagt der 26-Jährige, der im vergangenen Sommer von der Hammer SpVg zum SV Westfalia Rhynern gewechselt ist und am Sonntag erstmals wieder in der Evora Arena auflaufen wird.

Denn dass der Offensivspieler im Ortsduell zur Stammformation der Gäste gehören wird, steht nach der Leistung von Tran beim 2:1-Sieg über Spitzenreiter RW Ahlen außer Frage. Ob er allerdings wieder als Mittelstürmer in vorderster Linie oder etwas zurückgezogen agieren wird, weiß er noch nicht. Und das lässt Trainer Björn Mehnert auch noch offen. „Ich kann ganz vorne spielen. Ich kann aber auch gut als Achter agieren, was mir in Rhynern viel Spaß macht, da man unsere schnellen Außen dann gut bedienen kann“, sagt Tran. „Letztlich ist es mir aber egal, wo ich spiele. Hauptsache ich bin dabei und wir gewinnen. - sst/pad

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare