Ein Aussetzer: Rhynern verliert in Erkenschwick

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Ließ zwei Großchancen zum Ausgleich ungenutzt: Der eingewechselte Matteo Fichera (links).

ERKENSCHWICK - Vier Spiele hatte Fußball-Oberligist Westfalia Rhynern zuletzt in Folge gewonnen. Und mit entsprechend großem Selbstvertrauen war die Mannschaft von Björn Mehnert zum Spitzenduell gefahren. Doch nach 90-minütigem Abnutzungskampf auf dem Kunstrasenplatz der SpVgg. Erkenschwick war die Serie gerissen.

Mit 0:1 (0:0) verlor der Tabellendritte die Begegnung beim Ligasechsten, „die nicht hochklassig, aber von beiderseitig großem Respekt geprägt war“, stellte Rhynerns Trainer fest.

Zwei Faktoren führten dazu, dass die Gäste mit leeren Händen heimfahren mussten. Faktor eins: Rhynern hatte die Halbzeitpause gedanklich um eine Minute verlängert, befanden sich im kollektiven Tiefschlaf, als SpVgg.-Top-Torjäger Stefan Oerterer ungehindert an den Ball kam und Rhynerns Kepper Christoph Hunnewinkel prompt mit einem Flachschuss keine Chance ließ (46.). Und Faktor zwei: Auf der anderen Seite reichten auch drei exzellente Möglichkeiten durch Lennard Kleine (63.) und zweimal Matteo Fichera (70., 71.) nicht, um diesen Patzer zu korrigieren. „Wir haben direkt nach der Halbzeit den entscheidenden Fehler gemacht. Das darf nicht passieren“, ärgerte sich Mehnert. „Dann haben wir uns richtig gut gewehrt, hatten zwei 100-prozentige Chancen.“ Ähnlich sah es Erkenschwick-Coach Magnus Niemöller: „Rhynern war besonders in der ersten Halbzeit ein bisschen torgefährlicher“, sagte er. „Dann haben wir bis zur 70. Minute gut verteidigt. Aber in den letzten 20 Minuten hat Rhynern alles nach vorne geworfen, und von den Möglichkeiten muss man eigentlich eine machen – dann geht es wahrscheinlich 1:1 aus.“

Mehnert hatte sein Team auf drei Positionen umgestellt, hatte Kapitän Dustin Wurst, Matthieu Bengsch und Markus Maier für Tim Neumann, Jan Apolinarski und den verletzten Adem Cabuk in die Startelf beordert. Die Mannschaft stand auch sicher in der Defensive, doch obwohl neben Lennard Kleine auch Philipp Hanke und Bengsch sehr offensiv agierten, war es gegen die kompakt stehende SpVgg.-Abwehr schwer, eine Lücke zu finden. Nur einmal segelte Kleine mit einem Kopfballversuch knapp am Ball vorbei (28.) – viel mehr bekamen die Zuschauer zunächst nicht zu sehen. Auf der anderen Seite ließ Oerterer seine Gefährlichkeit mehrfach aufblitzen, ohne jedoch gegen die aufmerksamen Wurst und David Schmidt zum Abschluss zu kommen.

Als dann direkt nach dem Wechsel der Treffer fiel, war der Ärger bei den Gästen groß, denn „es war schwierig, gegen diese gut organisierte Mannschaft, die mit zehn Mann verteidigt und einen vorne hat, der immer brandgefährlich ist und Chancen herausspielt.“ Das gelang zwar, doch sowohl Kleine (63.) als auch der eingewechselte Fichera, der zweimal frei vor Erkenschwicks Marcel Müller auftauchte (70., 71.), zielten am Tor vorbei, „Von den Chancen müssen wir eine machen“, sagte Mehnert. „Das haben wir nicht, daher ist das Ergebnis okay.“ Ein Ergebnis, das zumindest eine Serie verlängerte, denn die Gastgeber sind nun seit stolzen zwölf Partien ohne Niederlage. - güna

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