Abschlussklatsche: HSV verliert 1:5 gegen Ennepetal

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Hamm - Sommer, Sonne, Freibier – das einzige, was in der Evora-Arena fehlte, war ein Sieg. Doch den gab es nicht. Zumindest nicht für die Fußballer der Hammer SpVg. Sie verloren die letzte Partie dieser Oberliga-Saison nach unterhaltsamen 90 Minuten klar mit 1:5 (1:2) gegen den Tabellennachbarn TuS Ennepetal. Und damit auch den angestrebten einstelligen Tabellenplatz.

Auch wenn der Sturz auf Rang elf herzlich wenig Drama-Potenzial hatte; HSV-Trainer Oliver Gottwald war nach Spielschluss zunächst dennoch verärgert: „Unter anderen Umständen wäre mir der Allerwerteste geplatzt. Wir wollten einstellig bleiben, den Zuschauern einen guten Abschluss bieten und uns einen positiven Start in die Pause bescheren. Aber gut, das war das letzte Spiel, Haken dran.“ Auch sein Ennepetaler Kollege Imre Renji sah von einer wortreichen Analyse ab. „Sommerkick“, meinte er lapidar. Und hatte damit eigentlich alles gesagt.

Den Unterschied machte am Sonntag die Effizienz vorm gegnerischen Tor. Die Hammer nutzten ihre Torchancen kaum, der TuS Ennepetal seine dagegen schon. So wie in der zwölften Minute: Ein abgefälscher Schuss von Robin Gallus kullerte vor die Füße des unbewachten Charles Atsina, der den Ball zum 0:1 ins Netz trat. Auf der Gegenseite war es nach zwei leidlich gefährlichen Versuchen von Jochen Höfler dessen Teamkollege Danny Radke, der nach einem 30-Meter-Sprint die Nerven im Griff hatte und präzise zum 1:1 abschloss (26.). Davon hatten die Gastgeber nicht lange etwas, denn zwei Minuten später traf Ennepetals Luciano Sabellek zum 1:2. Dabei blieb es bis zur Pause, obwohl es noch Chancen zuhauf gab. Der vor der Partie verabschiedete Dennis Jungk (nach Wolfsburg) scheiterte ebenso am überragenden TuS-Keeper Marvin Weusthoff (35.) wie Höfler (36., 42./Volleyabnahme). Sekunden vor der Pause versuchte es auch Emre Demir, doch sein Schuss zischte am Pfosten vorbei. „Ich habe selten so viele Chancen für uns gesehen“, so Gottwald.

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Die sah er auch nach dem Seitenwechsel. Allerdings mit noch weniger Erfolg als vor der Pause. Semih Yigit tunnelte Weusthoff, brachte den Ball aber nicht am heranrauschenden Sebastian Krause vorbei (53.), Demirs Schuss lenkte Weusthoff über die Latte (61.), und der nach seinem Torrausch der vergangenen Spieltage diesmal glücklose Kapitän Höfler verpasste eine scharfe Yigit-Hereingabe nur um Stollenbreite (64.). Als er das tat, hieß es längst 1:4, denn die Ennepetaler waren bei ihren Torchancen nicht so spendabel gewesen wie Hamm. Leon Enzmann hatte nach einer unkomplizierten Freistoßablage von Ex-Profi Giovanni Federico aus 17 Metern ungehindert zum 1:3 getroffen (48.) und Atsina das 1:4 nachgelegt (59.). Den Schlusspunkt setzte der eingewechselte Mike Hibbeln mit dem 1:5 acht Minuten vor dem Abpfiff. „Irgendwie spiegelt diese Partie unsere Saison wider. Phasenweise haben wir sehr gut gespielt, dann wieder katastrophal“, sagte HSV-Torhüter Manuel Lenz.

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