Donnerstagabend in Senden

Wiescherhöfens Kapitän Degelmann: Umgruppierung war die richtige Entscheidung

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Wiescherhöfens Kapitän Dominik Degelmann (links) atmete nach dem Sieg gegen Tabellennachbar TuS Alternberge tief durch und hofft darauf, dass die Köpfe bei seinem Team endlich frei werden.

Am vergangenen Sonntag feierte der Fußball-Landesligist einen knappen, aber erlösenden Erfolg im Tabellenkeller. Die spielerische Qualität in der Staffel 4 ist eine deutlich höhere, Kapitän Dominik Degelmann fühlt sich dennoch gut aufgehoben.

Hamm – Mit seinen 33 Jahren ist Dominik Degelmann über den Zenit seiner Fußballer-Karriere hinaus, wie er selber zugibt. Den Ehrgeiz, auch nach der Umgruppierung in die Landesliga 4 erfolgreich zu sein und zumindest das Saisonziel Klassenerhalt zu erreichen, hat der Kapitän des TuS Wiescherhöfen allerdings noch lange nicht verloren. 

Das liegt aber auch an dem Abwechslungsreichtum, der mit der noch zumeist unbekannten Konkurrenz aus dem Münsterland einhergeht. „Es macht in der Staffel 4 mehr Spaß, weil es mal etwas Neues ist in meinen alten Tagen“, bilanziert Degelmann nach bislang elf absolvierten Spieltagen. 

Eingewöhnung dauert länger als erwartet

„Neue Gegner, neues Glück“, hieß es noch im August an der Wielandstraße, nachdem in der Vorsaison der Klassenerhalt in der Landesliga-Staffel 3 lange auf Messers Schneide stand. Das Glück jedoch hielt sich bislang in Grenzen. Zwölf Zähler hat der TuS auf dem Konto, vier mehr als der TuS Altenberge, den Degelmann und Co. am vergangenen Sonntag mit einem knappen 2:1-Erfolg auf den ersten Abstiegsrang verwiesen – und sich somit etwas Luft im Tabellenkeller verschafften. 

„Die Erleichterung war definitiv spürbar“, sagt Degelmann. „Besonders nach den vergangenen Wochen, in denen wir schwierige Gegner hatten und in ein leichtes Tief gefallen sind.“ Veränderungen fordern eine gewisse Eingewöhnungszeit. Und diese fällt in Wiescherhöfen nach der Umstellung von Ruhrgebiets- auf Münsterland-Fußball dann doch deutlich länger aus als noch vor einigen Wochen erwartet. 

"Lange Auswärtsfahrten sind Geschmackssache"

„Keine Ahnung, ob es da an der Luft liegt“, hebt Degelmann schmunzelnd die großgewachsenen Münsterländer hervor, die besonders bei Standardsituationen einen körperlichen Vorteil haben. „Da können wir aber mit Steven Degelmann oder Albian Kokollari gegenwirken. Zudem sind wir alle körperlich gut drauf“, lässt der TuS-Kapitän keine Ausreden gelten. 

Vielmehr wirkt sich hingegen die spielerische Qualität der Konkurrenz auf die bislang erzielten Ergebnisse aus. „Es wird viel mehr Fußball gespielt als noch in der Staffel drei, wo mehr Fußball gekämpft wird – ohne die Liga schlecht reden zu wollen. Jede Mannschaft hat zwei bis drei Leute dabei, die bereits höherklassig Erfahrung gesammelt haben. Es ist deutlich anspruchsvoller als noch in der vergangenen Saison“, so Degelmann, der anfügt: „Die langen Auswärtsfahrten sind natürlich Geschmackssache.“

Degelmann: Die Köpfe müssen frei werden

Zu einer solchen geht es für die Wiescherhöfener am Donnerstagabend zum 51 km entfernt liegenden Sportgelände des Liga-Neunten VfL Senden, wo sie den jüngsten Aufwärtstrend fortsetzen wollen (20 Uhr, Bulderner Straße). Bei einem erneuten Drei-Punkte-Erfolg spränge der TuS rauf auf Rang sieben. „Wir wollen uns weiter Luft verschaffen und könnten entspannter in die kommenden Aufgaben gehen“, blickt Degelmann auf ein Duell auf Augenhöhe. 

Für ihn wäre ein Sieg auf dem von ihm bevorzugten Kunstrasen in Senden der Grundstein für eine mögliche positive Trendwende: „Der beste Fußballer bekommt nichts auf die Reihe, wenn der Kopf nicht frei ist“, hebt er den mentalen Aspekt hervor und begründet zugleich die bis vor zwei Wochen nach unten zeigende Formkurve seines Teams, als es beim FC Viktoria Heiden ein Last-Minute-Remis für die Moral feierte (1:1). 

Degelmann hält Umgruppierung weiterhin für die richtige Entscheidung

In Senden geht es darum, den aufgenommenen Schwung mitzunehmen. Spielerisch mithalten kann der TuS durchaus, lediglich gegen Westfalia Kinderhaus war er mit 0:7 untergegangen. „Angst und Bange ist mit vor keinem Team der Liga“, sagt Degelmann, der nach wie vor die Umgruppierung in die neue Staffel für die richtige Entscheidung hält. 

„Wir sind ebenso eine fußballspielende Mannschaft, deshalb kommt uns das Ganze gelegen. Und es macht unter dem Strich einfach mehr Spaß.“

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