Fußball

Thorsten Heinze  neuer Trainer in Wiescherhöfen

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Thorsten Heinze trug viele Jahre lang das Trikot der ersten TuS-Mannschaft.

Schnelle Trainer-Lösung beim Fußball-Landesligisten TuS Wiescherhöfen. Neuer Coach wird Thorsten Heinze, ein Mann mit Stallgeruch. 

Hamm – Nur vier Tage nach der Trennung von Trainer Sebastian Wessel, der beim Frauen-Regionalligisten TSG 07 Burg Gretsch eine neue Aufgabe übernimmt, hat Fußball-Landesligist TuS Wiescherhöfen einen Nachfolger präsentiert. In Zukunft soll Thorsten Heinze, der bis Juni vergangenen Jahres noch als Spieler zum Kader des TuS gehörte, die Mannschaft von der Wielandstraße betreuen.

 „Wir wollten wieder einen Coach mit Stallgeruch haben“, bestätigte Wiescherhöfens Sportlicher Leiter Jamal Abbi die Einigung. „Wir hatten uns bereits nach dem Wechsel von Steven Degelmann zur Hammer SpVg um Thorsten bemüht. Damals hat das aber noch nicht geklappt“, erzählte Abbi, der den 38-jährigen Coach ab sofort mit in die Personalplanungen für die kommende Saison einbinden wird. „Heinze wird angesichts der Corona-Problematik erst einmal als Telefontrainer bei uns tätig sein“,meinte Abbi. „Er soll schon einmal seine Fühler nach möglichen Verstärkungen ausstrecken.“

Eine Herzensangelegenheit

Für Heinze selbst war die Zusage eine „Herzensangelegenheit. Schließlich bin ich aus der Jugend des TuS hervorgegangen, habe viele Jahre lang das Trikot der ersten Mannschaft getragen und meine aktive Laufbahn auch in Wiescherhöfen beendet“, erklärte der neue TuS-Trainer. Der spielte in seiner Zeit als Fußball-Senior zudem für die Hammer SpVg, Westfalia Rhynern, den Lüner SV und die SG Oestinghausen, arbeitete später drei Jahre bis April 2018 sehr erfolgreich als Spielertrainer beim A-Kreisligisten VfL Mark, mit dem er erst im Entscheidungsspiel den Aufstieg in die Bezirksliga verpasste. „Schon in der Mark hat er gezeigt, was er als Coach drauf hat“, betonte Abbi, für den es sehr wichtig ist, dass Heinze die Strukturen im Verein kennt und mit einigen Akteuren selbst zusammengespielt hat. 

Personeller Umbruch

Der 38-Jährige freut sich auf die neue Herausforderung. „Mit Blick auf Corona ist es derzeit nicht einfach, die Vorbereitung vernünftig zu planen“, sagte Heinze. „Wir wissen ja nicht, wann es überhaupt wieder losgeht.“ Es können weder Trainingspläne erstellt noch Testspiele abgeschlossen werden. „Deswegen müssen wir erst einmal den personellen Umbruch vorantreiben“, beteuerte der neue Coach. Mit Andrei Lorengel (Hammer SpVg), Eduard Lorengel und Philipp Hayduk (beide SVF Herringen) haben drei Leistungsträger bereits ihren Abschied aus Wiescherhöfen verkündet. „Es wird nicht leicht sein, sie zu ersetzen“, meinte Heinze. 

Den einen oder anderen Akteur hat er bereits im Blick, konkret ist aber bisher nichts. „Thorsten ist gut vernetzt. Deswegen haben wir ihn ja auch geholt“, sagte Abbi, der zeitnah die Gespräche mit den aktuellen Akteuren des Kadersfortsetzen will. Die sportlichen Ziele sollen beim TuS Wiescherhöfen erst einmal bescheiden bleiben, nachdem in diesem Jahr der Klassenerhalt nur dank des bevorstehenden Saisonabbruchs ohne Absteiger geschafft wird. „Wir sind erst einmal froh, dass wir in der Landesliga bleiben dürfen“, sagte Heinze. „Da wird schon richtig Fußball gespielt.“ Er will mit dem Sportlichen Leiter in den kommenden Wochen eine Mannschaft zusammenstellen, die sich zumindest im gesicherten Mittelfeld behaupten kann. Als Spieler wird er allerdings nicht mehr zur Verfügung stehen: „Ich werde mich ganz auf meine erste reine Trainer-Aufgabe konzentrieren.“

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