Fußball-Landesliga

Warum Bockum-Hövels Coach weiter fest im Sattel sitzt

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SG-Spielertrainer David Schmidt steht trotz der prekären Lage nicht zur Diskussion.

Es sind die üblichen Mechanismen im Fußball. Wenn eine Mannschaft hinter den Erwartungen zurückbleibt, dann ist der Coach meistens das schwächste Glied der Kette. Anders dagegen beim Landesligisten SG Bokum-Hövel der nach neun Spieltagen lediglich vier Punkte auf dem Konto hat und Tabellenletzter ist.

Hamm - „Bei uns stellt sich die Trainerfrage nicht“, betonte der Sportliche Leiter Markus Matzelle. „David Schmidt genießt unser absolutes Vertrauen. Daran gibt es nichts zu rütteln, da packen wir nicht an.“

Natürlich, so bestätigt auch Matzelle, sei derzeit „der Wurm drin. Und es macht auch keinen Spaß. Vier Punkte aus neun Spielen sind eine Katastrophe.“ Aber bei der Suche nach Fehlern und Ursachen sei der Spielertrainer der SG außen vor. Dieses Vertrauen spürt auch Schmidt, der sich dennoch fast rund um die Uhr Gedanken über die sportliche Situation seiner Mannschaft macht. „Das ist nicht befriedigend“, stellt er klar. „Aber die Stimmung ist noch gut bei uns, wir sind alle weiter positiv.“

Rettendes Ufer für die SG Bockum-Hövel nur vier Punkte entfernt

Ihren Mut und ihre Zuversicht ziehen die Bockum-Höveler aus zwei Dingen. Zum einen aus der Lage am Tabellenende. Denn auch wenn die SG die Rote Laterne trägt, ist der Abstand zum rettenden Ufer nicht sonderlich groß, beträgt lediglich vier Zähler. „Glücklicherweise ist unten noch alles eng beisammen“, sagt Schmidt. 

Zum anderen waren die Bockum-Höveler kaum einmal Kanonenfutter, lieferten dem Gegner meist eine Partie auf Augenhöhe ab. „Wir sind nicht schlechter als die anderen Mannschaften“, beteuert der Spielertrainer. „Aber wir Führungsspieler hatten zuletzt immer wieder Patzer im Spiel. Und das darf uns älteren Akteuren nicht passieren, denn wir müssen die jungen Leute mitnehmen. Wir müssen die Vorbilder sein.“

David Schmidt: "Uns rennt die Zeit davon"

Daher gilt es, die individuellen Fehler abzustellen und vorne treffsicherer zu sein. Am besten schon in den beiden nächsten Partien, wenn es mit dem VfB Hüls und Viktoria Heiden gegen den Dritt- und dann gegen den Viertletzten geht. „Natürlich rennt uns ein bisschen die Zeit davon, die Spiele werden weniger“, sagt Schmidt, der im regelmäßigen Austausch mit Matzelle und dem SG-Vorsitzenden Egbert Homann steht. 

„Ich habe das Gefühl, dass wir die Kehrtwende schaffen werden. Wir haben zwar zu wenig Punkte, aber wir können in dieser Liga mithalten. Es ist keine Qualitätsfrage, sondern eine Frage der Einstellung, des Willens. Wir müssen in jedem Spiel Vollgas geben.“

SG Bockum-Hövel - VfL Senden 2:2

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