HSV II kassiert bittere 0:8-Heimniederlage gegen Viktoria Heiden

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Geht da noch etwas? Trainer Ferhat Cerci gibt Kapitän Michael Baum in der Pause letzte Anweisungen.

HAMM - Nach dem Abpfiff stand HSV-Trainer Ferhat Cerci ratlos an der Seitenlinie. Das, was er in den vergangenen 90 Minuten gesehen hatte, musste er erst einmal sacken lassen. Mit 0:8 (0:3) verloren seine Landesliga-Männer ihr Heimspiel gegen den Tabellenersten FC Viktoria Heiden.

„Man kann gegen den Spitzenreiter verlieren. Wenn man mit Laufbereitschaft, Kampf und Einsatz verliert, dann ist das kein Problem. Aber das war heute gar nichts“, sagte der enttäuschte Trainer. „Das Ergebnis kann man sich nicht schön reden, dafür ist es einfach viel zu hoch ausgefallen.“

Die HSV-Reserve begann engagiert und hatte zu Beginn die größeren Spielanteile. Heiden agierte aus einer gut gestaffelten Deckung und setzte auf Konter. Gleich den dritten Gegenstoß verwandelte Markus Seyer zur überraschenden 1:0-Führung der Gäste. Der Mittelstürmer erwischte einen Sahnetag und trug sich gleich viermal in die Torschützenliste ein. Das 2:0 besorgte er in der 22. Minute. Kurz vor dem Abpfiff erhöhte Lars Katemann auf 3:0.

Mit dem ersten Angriff nach dem Wiederanpfiff war der FC erneut erfolgreich. Benedikt Hussmann köpfte nach Flanke von der rechten Seite zum 4:0 (46.) ein. Mit dem Doppelschlag vor und direkt nach der Pause war die Partie bereits entschieden. Die HSV-Reserve war im Spielaufbau zu behäbig und das Umschalten von Angriff auf Abwehr klappte überhaupt nicht. Nach der Balleroberung im Mittelfeld ging es bei Gästen ganz schnell. Mit langen Bällen überwanden sie das Mittelfeld und tauchten immer wieder gefährlich vor dem Tor von Jan-Robin Stiepermann auf.

Timo Gremme erzielte das 5:0 (58.), bevor Seyer mit seinen Treffern drei (61.) und vier (68.) auf 7:0 erhöhte. Den Schlusspunkt zum 8:0 setzte der eingewechselte Tim Gollenia kurz vor dem Abpfiff. Für Heidens Trainer Harald Katemann waren die beiden Tore vor und direkt nach der Pause der Knackpunkt des Spiels. „In der ersten Halbzeit war es trotz der 3:0-Führung ein enges Spiel. Wir haben beim ersten und zweiten Tor von den Fehlern der Hammer profitiert und das Spiel mit dem Doppelschlag entschieden“, sagte er.

Unter den Augen von Ex-Trainer Christian Klotz zeigte die HSV-Reserve eine enttäuschende Leistung und findet sich nun auf dem vorletzten Tabellenplatz wieder. „In der ersten Halbzeit haben wir dem Gegner die drei Tore geschenkt. Heiden wusste gar nicht, wie sie die Tore gemacht haben“, sagte der gefrustete HSV-Coach. „Das war ganz schlimm.“

Fünf Spieltage vor dem Saisonende hat Cerci jede Menge Baustellen in seiner Mannschaft ausgemacht, die er in der nächsten Woche zu bearbeiten hat. Die 0:8-Niederlage war bitter, geht aber auch in dieser Höhe völlig in Ordnung, denn es hätte sogar noch schlimmer kommen können. - hvw

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