HSV-Reserve verliert unglücklich mit 0:1 gegen Sinsen

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Jan Greitemeier (links) und die HSV II zeigten eine ordentliche Partie, verloren trotzdem unglücklich 0:1 gegen Sinsen.

HAMM - Während die meisten Spieler der Hammer SpVg schnell das Weite suchten, hockte Jan-Robin Stiepermann auch noch fünf Minuten nach dem Abpfiff frustriert und niedergeschlagen in seinem Sechzehner. Der Torwart des Fußball-Landesligisten spiegelte die Gemütslage im HSV-Lager nach der unglücklichen 0:1 (0:0)-Niederlage gegen den TuS Sinsen am besten wider.

„Wir werden das jetzt bis Dienstag sacken lassen und die Niederlage dann sachlich aufarbeiten“, sagte Trainer Christian Klotz. Große Vorwürfe konnte er seinen Mannen nicht machen. Denn es war eine spannende, wenn auch keine Partie mit vielen spektakulären Szenen. Und es war eine, „in der Kleinigkeiten vorne wie hinten entscheiden“, meinte der Coach.

Ein solcher Patzer führte auch zum Gegentreffer. Bei einem Klärungsversuch tief in der eigenen Hälfte spielte Burak Ece Yannick Goecke den Ball förmlich vor die Füße. Er scheiterte aus halblinker Position zunächst an Stiepermann. Doch der Abpraller landet exakt bei Alexander Glembotzki, der die Kugel aus elf Metern nur noch zum 0:1 über die Linie drücken musste (64.).

Ansonsten gestalteten die Teams die Begegnung ausgeglichen. Dass der Viert- auf den jetzt Drittletzten traf, war nicht zu sehen. Der HSV gehörte dabei die Anfangsphase und überzeugte mit einigen gelungenen Spielzügen. Wie etwa in der neunten Minute, als Fabian Vogt die Kugel an die Sechzehner-Linie lupft, wo Semir Burnic eine Sekunde zu spät kam – TuS-Keeper Sven Jürgens klärte. Genau wie drei Minuten später, als Nils Kisker für Michael Erzen auflegte.

Danach folgte ein kurzer Hänger der Hammer, der aber ohne Folgen blieb. In der 18. Minute atmeten die Gastgeber dann einmal kräftig durch: Goecke tunnelte Stiepermann aus spitzem Winkel, doch der Stürmer traf nur den Pfosten. Ähnliches Pech hatte kurz darauf auch die HSV: Jonas Brockhinke passte von der Grundlinie in den Rückraum auf Burnic, der den Ball aus elf Metern an die Latte hämmerte (34.).

Auch nach dem Seitenwechsel hatte die HSV die erste nennenswerte Gelegenheit, in Führung zu gehen. Brockhinke verlagerte das Spiel über Kisker auf Vogt, der dem Keeper das Leder aber in die Arme schoss (51.). Knapper war es in der 60. Minute: Nils Hönicke lupfte den indirekten Freistoß vom linken an den rechten Pfosten, wo Brockhinke hauchdünn vorbeiköpfte.

Nach Sinsens Führungstreffer vergaben Burnic aus zehn Metern (68.), Hönicke per Freistoß (71.) und Erzen mit dem Kopf den verdienten Ausgleich. „Es werden sicher noch andere Mannschaften gegen Sinsen verlieren, wenn auch nicht so unglücklich wie wir“, meinte Klotz. - mg

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