HSV-Reserve hat nach 2:0 in Herbern Klassenerhalt sicher

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Nur selten hatte die HSV-Reserve in Herbern derart brenzlige Situationen zu überstehen. Am Ende feierten die Gäste einen wichtigen 2:0-Erfolg.

HERBERN - Dritter Sieg in Folge, erneut kein Gegentor und unverhoffte Schützenhilfe von Vestia Disteln: Der Klassenerhalt in der Fußball-Landesliga ist für die Hammer SpVg II nach dem 2:0 (1:0)-Auswärtserfolg beim SV Herbern gesichert.

Weil Disteln den letzten verbliebenen Konkurrenten der HSV II, Sportfreunde Lotte II, beim 1:1 ein Unentschieden abtrotzte und der Vorsprung der Hammer auf den ersten Abstiegsrang damit vor dem letzten Spieltag vier Punkte beträgt ist die HSV II sicher weiter. „Ich freue mich riesig für die Jungs“, atmete HSV-Coach Ferhat Cerci, der vom gesicherten Klassenhererhalt auf einem Familienausflug erfuhr. „Ich habe seit Wochen gesagt, dass wir nur auf uns gucken. Und wenn es jetzt nicht schon geklappt hätte, dann wäre uns das eine Woche später gelungen.“

Die Herberner hatten in dem vorgezogenen Meisterschaftsspiel zu Beginn die größeren Spielanteile – und bei einem Kopfball von Marvin Bruland an die Unterkante der Latte nach einer Ecke von Daniel von der Ley auch die erste hochkarätige Chance. Doch nach und nach befreiten sich die Gäste und schlugen eiskalt zu, als sich die Gelegenheit bot. Nach einem Freistoß von Fidon Jashari behielt Gerrit Wiff im Strafraum den Überblick und stocherte den Ball zum 0:1 ins Tor (29.). Es war ein Wirkungstreffer: Herbern verlor völlig den Faden, fand überhaupt kein Mittel gegen die stabile HSV-Innenverteidigung, während sich den Gästen die große Möglichkeit bot, schon frühzeitig für klare Verhältnisse zu sorgen. Doch diesmal schoss Wiff nach abermaliger Vorarbeit von Fidon Jashari den Ball am leeren Tor vorbei (35.). „Nach dem Gegentor war die erste Hälfte für uns gelaufen“, meinte Herberns Trainer Christian Bentrup, dessen Team nach dem Wechsel zwar versuchte, die Schlagzahl zu erhöhen. Doch auch wenn sie unmittelbar nach der Pause drei Möglichkeiten hatten – insgesamt waren die Gastgeber „zu harmlos“, befand Bentrup.

Mit zunehmender Spieldauer mussten die Herberner das Risiko erhöhen, wurden zwangsläufig anfällig für Konter. Mehrfach versäumte es die HSV-Reserve dabei, den Platzherren den K.o. zu versetzen. Bis am Ende die Herberner, nach einer Gelb-Roten Karte wegen Meckerns gegen Bruland (84.) nur noch zu zehnt auf dem Feld, tatkräftig helfen: Fabian Vogts Pass Richtung Herberns „Sechzehner“ beförderte Eric Sabe unglücklich ins eigene Netz (88.). „Es war ein ausgeglichenes Spiel, wir haben aber kaum Torchancen zugelassen“, freute sich Cerci über die abermals konzentrierte Defensivleistung der Mannschaft und fügte mit Blick auf die Abgeklärtheit seines Teams in der Partie mit Finalcharakter hinzu: „Wir mussten geduldig spielen, das haben wir gemacht. Ich bin stolz auf die Mannschaft – wir hatten ein hammerhartes Restprogramm, und sie hat bewiesen, dass sie gegen die Großen der Liga mithalten kann.“ Was mit dem Klassenerhalt belohnt wurde. - lel/fh

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