HSV II kassiert 0:1-Niederlage in Hassel

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Vergab eine gute Chance: Philipp Markwald.

GELSENKIRCHEN - Viertes Spiel, dritte Niederlage – den Start in die Saison hatte sich Ferhat Cerci anders vorgestellt. „Das ist zu wenig, ganz klar“, sagte der Trainer des Fußball-Landesligisten Hammer SpVg II nach dem 0:1 (0:1) bei YEG Hassel mit Blick auf die bisherige Ausbeute.

„Das ist sicherlich keine schöne Situation. Aber wir werden weiter hart arbeiten. Dann werden die Punkte schon kommen.“ Viel fehlte nicht, dann wäre gestern im Gelsenkirchener Vorort zumindest ein Zähler mehr auf das Konto der HSV gewandert. Doch die Gäste erschwerten sich die Arbeit selbst. Nach ausgeglichener Anfangsphase sorgte ein individueller Fehler, ein Ballverlust in der Vorwärtsbewegung, für den entscheidenden Moment: Die Hasseler schalteten blitzschnell, nach einem Pass in die Tiefe war Kadir Mutluer allein vor Hamms Schlussmann Robin Schimmig und erzielte den Treffer des Tages (22.).

Dass die Gäste in der Folge nicht zum Ausgleich kamen, hatten sie zumindest zum Teil sich selbst zuzuschreiben. Denn ihnen fehlte die Kaltschnäuzigkeit, die letzte Entschlossenheit im Abschluss, um aus den zwar nicht zahlreichen, aber durchaus guten Möglichkeiten Kapital zu schlagen. Symptomatisch war die Chance für Philipp Markwald, der nach einem Doppelpass frei vor dem Hasseler Tor auftauchte, aber den Ball quer legen wollte anstatt selbst den Abschluss zu suchen (58.). „Wir sind vorne im Moment zu ungefährlich“, sagte Cerci.

Ganz aus der Verantwortung wollte er aber auch Schiedsrichter Thorsten Kleiböhmer nicht nehmen. Als Fidon Jashari sich den Ball erkämpft hatte und anschließend unbedrängt zum Abschluss kam, pfiff der Unparteiische ihn wegen eines vermeintlichen Fouls zurück (88.). „Das war nie und nimmer eins“, ärgerte sich Cerci, der im Verlauf der zweiten Halbzeit allerdings auch mit ansehen musste, wie die Hasseler noch zu guten Gelegenheiten kamen. Resultat der Tatsache, dass er seinem Team nach einer knappen Stunde mehr Risiko verordnete und das System auf ein offensiveres 4-3-3 umstellte. „Dadurch sind natürlich Räume entstanden“, meinte Cerci, der immerhin Fortschritte im Vergleich zum 2:5 in der Vorwoche gegen den SV Dorsten Hardt ausgemacht hatte. „Das war eine Steigerung, wir haben ganz ordentlich gespielt“, so der Trainer. „Ein Unentschieden wäre gerecht gewesen. Mindestens.“ - fh

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