HSV II verliert knapp mit 0:1

RECKLINGHAUSEN - Ferhat Cerci machte aus seiner tiefen Enttäuschung keinen Hehl. „Das war eine bittere, total unverdiente Niederlage“, meinte der Spielertrainer des Fußball-Landesligsiten Hammer SpVg II nach dem 0:1 (0:0) bei SF Stuckenbusch.

Fast über die gesamten 90 Minuten hatten die abstiegsgefährdeten Gäste den Tabellenzweiten im Griff gehabt. Doch eine Unaufmerksamkeit reichte den Recklinghäusern, um am Ende doch als Sieger vom Platz zu gehen. Einer der vielen langen Bälle, mit dem die über weite Strecken ideenlosen Gastgeber zuvor immer wieder vergeblich ihr Glück versucht hatten, fand zwölf Minuten vor Schluss in Lukas Dzierzega einen dankbaren Abnehmer, der aus spitzem Winkel traf.

Zu diesem Zeitpunkt hätten die Gäste durchaus bereits selbst vorne liegen können. Sie waren es, die „auf einem Acker, auf dem man kaum Fußball spielen konnte“ (Cerci), die Akzente setzten. „Wir waren die bessere Mannschaft, haben über Kampf, Leidenschaft und Wille das Spiel dominiert“, befand der HSV-Coach. Allenfalls mit Standardsituationen verbreiteten die Gastgeber ansatzweise Gefahr. Die besseren Möglichkeiten hatten indes schon vor dem Wechsel die Hammer. Zunächst in Person von Nils Kisker, später durch Luc Ndjock, dessen Schuss Stuckenbuschs Schlussmann Kevin van Holt nur mit Glück parierte.

Auch in der zweiten Hälfte änderte sich wenig: Stuckenbusch fiel kaum etwas ein gegen die kompakt stehenden Gäste, die mit Schüssen Fidon Jasharis und Philipp Markwalds von der Strafraumgrenze abermals van Holt prüften und nach Meinung Cercis nach einem Foul an Fidon Jashari einen Elfmeter hätten bekommen müssen. Letztlich allerdings entschieden die äußerst effektiven Stuckenbuscher die Begegnung doch noch für sich. „Wenn man oben steht, hat man halt das Glück“, so Cerci. „Wir hätten mindestens einen Punkt verdient gehabt, vielleicht sogar gewinnen müssen.“

Immerhin: Die Leistung bestätigte ihn einmal mehr in seiner Meinung, dass die HSV-Reserve besser ist, als es der Abstiegsplatz aussagt, auf dem sie bis Mitte März überwintern muss. „Die Winterpause“, so der Coach, „kommt uns ziemlich ungelegen. Aber dann holen wir halt die nötigen Punkte im nächsten Jahr, wenn wir weiter mit dieser Leidenschaft zur Sache gehen.“ - fh

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