1:0-Sieg für HSV II gegen Preußen Borghorst

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Die HSV-Reserve schöpft mit dem 1:0-Heimsieg über Borghorst wieder Hoffnung im Abstiegskampf.

HAMM - Mit dem Abpfiff reckten die HSV II-Spieler die Arme in die Höhe. Zum einen freuten sie sich über den wichtigen 1:0 (0:0)-Erfolg über den Landesliga-Zweiten SV Preußen Borghorst, zum anderen waren alle erleichtert, dieses Spiel doch noch gewonnen zu haben, denn wieder einmal machten sich die Gastgeber in der Evora-Arena das Leben selber schwer.

„In der Vergangenheit haben wir solche Spiele, in denen wir sieben, acht Hundertprozentige nicht gemacht haben, immer verloren“, erinnerte sich HSV-Spielertrainer Ferhat Cerci. „Aber jetzt ist es so weit, dass die Jungens so viel Selbstbewusstsein haben, dass sie 90 Minuten marschieren und immer wieder versuchen, das Tor zu machen.“

Und genau diese Einstellung brachte gestern Nachmittag den so dringend benötigten Erfolg. Kapitän Michael Baum stocherte den Ball in der 87. Minute nach einer Ecke von Fidon Jashari aus dem Gewühl über die Linie. „Ich hatte Glück, dass sich zwei Borghorster angeköpft haben und der Ball zu mir kam. Glück muss man sich erarbeiten, vorher haben wir ein bisschen Pech gehabt, dass die Dinger nicht rein gegangen sind. In der Situation hat es gepasst“, so Baum.

Bis zu diesem Zeitpunkt hätte die HSV-Reserve das Spiel jedoch schon längst für sich entscheiden müssen. Die beste Chance hatte Fidon Jashari kurz vor der Pause. Jan Greitemeier hatte ihn auf halblinks freigespielt, Jashari ließ den herausgelaufenen Keeper Ingo Beckmann aussteigen, doch sein Flachschuss strich zur Überraschung aller am rechten Pfosten des leeren Tores vorbei.

Auch in der zweiten Halbzeit hatten die Gastgeber die besseren Möglichkeiten. Der HSV hatte die größeren Spielanteile, doch der letzte Pass in die Spitze oder der Abschluss waren über die gesamten 90 Minuten zu ungenau. In der 73. Minute scheiterte Jonas Brockhinke gleich zweimal. Cerci hatte ihn mit einem langen Pass aus dem Mittelfeld auf die Reise geschickt, doch Keeper Beckmann war einen Tick eher am Ball. Sekunden später war es Gerrit Wiff, der in der 37. Minute für den verletzten Kevin Kocaalan gekommen war, der Brockhinke über die linke Seite schickte. Dessen Flachschuss traf aber nur den rechten Pfosten. Auch Cercis Flachschuss (80.) nach einem Solo über das halbe Spielfeld verfehlte das Tor nur knapp.

„Es war wichtig, dass wir uns gegen den Tabellenzweiten so viele Chancen erarbeitet haben“, lobte der Spielertrainer seine Nebenleute. „Kämpferisch war das eine super Leistung, auch wenn wir zu viele Chancen verhauen haben. Wir haben uns mit den drei Punkten für unsere gute Leistung belohnt.“ Und außerdem den Abstiegsplatz verlassen. - hvw

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