Pokal-Halbfinale zur Unzeit für den TuS Germania

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TuS-Trainer Michael Scheffler.

HAMM - Es hätte das Spiel des Jahres für den TuS Germania Lohauserholz sein können. Zum einen hat der Fußball-Bezirksligist am Donnerstagabend am Hahnenbach (Anstoß 19 Uhr) im Halbfinale des Kreispokals die Möglichkeit, das Endspiel am 28. Mai zu erreichen. Zum anderen heißt der Gegner SV Westfalia Rhynern – und gegen einen Oberligisten tritt das Team von Michael Scheffler auch nicht alle Tage an.

Doch von Festtagsstimmung oder großer Vorfreude ist in Lohauserholz nicht viel zu spüren. „Uns kommt dieser Termin total ungelegen“, sagt der TuS-Coach. „Denn wir sind noch nicht gerettet, kämpfen in der Bezirksliga noch um den Klassenerhalt. Und im Hinblick auf unsere wichtige Partie am Sonntag gegen den SVF Herringen stört dieses Pokalspiel schon ein bisschen.“

Daher wird der Bezirksligist auch nicht in Bestbesetzung auflaufen, sondern die Akteure zum Einsatz bringen, die zuletzt eher in der zweiten Reihe standen oder in den vergangenen Wochen angeschlagen waren. Zudem werden zwei A-Jugendspieler in den Kader rücken. „Wenn das Spiel in drei oder vier Wochen wäre und wir den Klassenerhalt sicher hätten, dann wäre das toll für uns“, sagt Schefler. „Jetzt wollen wir versuchen, uns nicht abschlachten zu lassen. Ansonsten ist mir das Ergebnis völlig egal. Unser Fokus liegt voll auf der Meisterschaft. Denn was nützt es uns, wenn wir vielleicht ins Pokalfinale einziehen, dann aber in die Kreisliga A absteigen?“

Auch die Gäste aus Rhynern werden nicht in Bestbesetzung auflaufen. Dennoch sieht Co-Trainer Marc Woller, der die Mannschaft anstelle des beruflich in dieser Woche in Leipzig weilenden und erst kurz vor Spielbeginn wieder zurückkommenden Björn Mehnert betreuen wird, die Westfalia als klaren Favoriten. „Wir werden natürlich auch nicht alle Stammspieler bringen, werden dennoch eine fast optimale Mannschaft aufbieten, die schlagkräftig sein und uns hoffentlich ins Finale schießen wird“, erklärt Woller, der neben dem verletzten Markus Maier auch auf den beruflich verhinderten Dennis Rödel verzichten muss.

Für die Rhyneraner ist der Einzug ins Finale natürlich eine verlockende Angelegenheit. Denn nach dem Sieg der Hammer SpVg gestern Abend über Westfalia Wethmar würden bei einem Erfolg der Westfalia heute Abend in Lohauserholz die beiden Hammer Oberligisten im Kreispokalendspiel aufeinandertreffen. Und auf diese Partie würden sich die Akteure vom Papenloh ganz besonders freuen. „Natürlich ist das Spiel in Lohauserholz für uns kein Selbstläufer. Aber wenn wir gewinnen und am 28. Mai auf die HSV treffen würden, dann wäre das für uns und sicherlich auch für viele Fußball-Fans in Hamm ein toller Saisonabschluss“, sagt Rhynerns Mannschaftskapitän Dustin Wurst. - –pad–

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