"Wir sind personell zu dünn besetzt"

SVF-Trainer Pahnreck: Mit Geduld zum langfristigen Erfolg

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SVF-Trainer Sven Pahnreck bittet um Geduld und hofft in Zukunft auf mehr Kontinuität

Es ist viel Luft nach oben – in Sachen Kontinuität und Konstanz beim Fußball-A-Kreisligisten SVF Herringen. Vier Siege, ein Remis und vier Niederlagen stehen nach neun Spieltagen für das Team von der Schachtstraße zu Buche.

Hamm - Das ist zu wenig, um einen Blick nach oben zu werfen. Aber auch genug, um sich nach unten deutlich abzusetzen. „Man muss das aber auch im Bezug auf den Gegner sehen“, versucht SVF-Trainer Sven Pahnreck zu relativieren und verweist auf die beiden Ausrutscher mit den Niederlagen gegen den Hammer SC (3:6) und den VfL Mark (0:5): „Da haben wir beide Male zu hoch verloren.“ 

Gleichzeitig weist er aber auch auf das 1:1 bei Eintracht Werne und den 2:0-Sieg beim TSC Hamm hin. „Und auch bei der 0:2-Niederlage gegen Bönen haben wir gut dagegen gehalten“, sagt er und fügt hinzu: „Aus unseren Möglichkeiten haben wir bislang das Beste herausgeholt.“ 

Pahnreck beklagt mangelnde offensive Durchschlagskraft

Dennoch weiß der 32-Jährige, der im vergangenen Herbst nach seiner Trennung vom Liga-Konkurrenten TuS Uentrop in Herringen eingestiegen war, dass es Verbesserungsbedarf gibt. Und, dass dieser auch nötig ist, wenn er mit seinem Team in der Zukunft den Blick wieder Richtung Tabellenspitze richten will. Mit der Trainingsbeteiligung ist er zufrieden. Und auch mit dem Zusammenhalt innerhalb der Mannschaft. „Das Gefüge passt, die Jungs verstehen sich alle gut“, stellt er klar. 

Weniger glücklich ist er allerdings mit der Qualität seines Kaders. So hatten die kurzfristigen Absagen von Meik Grela, der sich für den TuS Uentrop entschied, und Philipp Hayduk, der sich dem TuS Wiescherhöfen anschloss, einen Strich durch die Planungen des SVF gemacht. „Die beiden hatte ich fest auf dem Zettel“ sagt Pahnreck. Zudem muss er derzeit auf Routinier Jan-Philipp Faros (Knie), Artur Pfafenrot (Kreuzbandriss) und Kalilu Keita verzichten. „Die, die da sind, machen das gut. Aber ansonsten sind wir personell zu dünn besetzt“, beklagt der Coach vor allem die mangelnde Durchschlagskraft in der Offensive. 

SVF will sich punktuell verstärken

„Wenn wir die Mannschaften oben ärgern und selbst mal an den Plätzen im vorderen Bereich schnuppern wollen, brauchen wir für vorne drei oder vier Verstärkungen“, erklärt Pahnreck. Kurzfristig kann und will der SVF das allerdings nicht ändern. Vielmehr setzen die Herringer auf Geduld und auf eine langfristige Planung. „Die finanziellen Vorstellungen von manchen Spielern sind oftmals jenseits von Gut und Böse“, meint der Trainer. „So etwas machen wir nicht mit. Und das ist für uns auch nicht möglich.“ 

Vielmehr will Pahnreck in Ruhe ein Team aufbauen. Dabei setzt er auf den aktuellen Stamm seiner Mannschaft, die er in Zukunft punktuell verstärken will, um aus dem grauen Tabellenmittelfeld nach oben zu klettern. 

Pahnreck pflegt weiterhin Freundschaft mit Faros

„Natürlich gehört bei den Transfers auch immer etwas Glück dazu. Und es muss für den Spieler und für den Verein passen. Aber wenn es dann passt und man so etwas mit Weitsicht aufbaut, hat der Verein da am meisten von. Das ist ja viel gesünder für den Klub“, sagt der 32-Jährige, der nach dem Rücktritt von Erwin Faros (Pahnreck: „Erwin hat über Jahre hier einen überragenden Job gemacht. Ich bin mit ihm weiter gut befreundet.“) auch die Rolle des Sportlichen Leiters einnimmt und dabei sein Netzwerk nutzen will, um die passenden Akteure zum SVF zu locken. 

Denn als er vor elf Monaten den Trainerposten in Herringen angetreten hatte, wollte er dafür sorgen, dass die Herringer in der Zukunft auch mal wieder an der Tür zur Bezirksliga anklopfen. Und diesen Plan verfolgt er weiterhin. Doch dafür braucht er Geduld. Und auch Konstanz.

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