Zukunft offen

Focher gibt im BVB-Trainingslager Vollgas

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Johannes Focher ist mit den BVB-Profis im Trainingslager im spanischen La Manga.

LA MANGA - Seine Zukunft ist ungewiss, der Vertrag beim BV Borussia Dortmund nur bis zum 30. Juni 2014 befristet. Johannes Focher, eigentlich zweiter Torhüter in der Drittliga-Mannschaft des BVB, befindet sich derzeit mit den Profis der Schwarz-Gelben im Trainingslager in südspanischen La Manga. Und der 23-Jährige quält sich jeden Tag, als ginge es um einen Stammplatz im Bundesliga-Team.

Aus La Manga berichtet Peter Schwennecker

„Ich habe mich nie damit abgefunden, nur auf der Bank zu sitzen. Ich gebe immer Vollgas“, betont der aus der Jugend der Hammer SpVg hervorgegangene Schlussmann. „Es kann jederzeit im Fußball sehr schnell gehen. Wenn du darauf nicht vorbereitet bist, dann ist das schlecht. Und deswegen bleibe ich immer dran.“

Focher spricht aus Erfahrung. Denn zuletzt hat der Keeper einiges erlebt. Zunächst war er nach seinem Wechsel zum österreichischen

Erstligisten Sturm Graz Stammtorhüter. Dann wurde Coach Peter Hyballa in der Winterpause entlassen, und der Hammer saß plötzlich nur noch auf der Bank. „Ich habe gemerkt, dass der neue Trainer absolut nicht mehr auf mich baute“, erzählt Focher. „Es gab auch Kritikpunkte, die ich nicht so richtig verstanden habe.“

Lesen Sie im BVB-Ressort  weitere Berichte aus dem Trainingslager in La Manga.

Jedenfalls setzte der neue Coach Darko Milanovic wieder auf den Routinier Christian Gratzei. Für den jungen Torhüter begann in Graz in der Folge eine schlimme Zeit. „Da habe ich mich gefragt, was machst du hier noch? Da ging natürlich die Stimmung runter. Ich habe mich nicht mehr wohl gefühlt“, berichtet Focher.

Dann kam im September der Anruf von Matthias Kleinsteiber, Torwarttrainer der BVB-Reserve. Der fragte an, ob Focher es sich vorstellen könnte, als zweiter Mann zur Drittliga-Mannschaft der Borussia zu wechseln. „Und da habe ich gedacht, anstatt in Graz auf der Bank zu versauern komme ich lieber wieder nach Dortmund.“ Dort hat er aber bisher in der Reserve nur drei Spiele absolviert. Deswegen wird er den BVB nach Ablauf des Vertrages im Sommer vermutlich wieder verlassen. Wohin der Weg führen wird, weiß Focher derzeit noch nicht.

Den ausführlichen Text lesen Sie am Dienstag in der Printausgabe des WA.

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