Anstoß Mittwoch 19 Uhr

Fußball: HSV fordert Rhynern im Kreispokalfinale

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Zum dritten Mal treffen Westfalia Rhynern und die Hammer SpVg in diesem Jahr in einem Pflichtspiel aufeinander.

HAMM - Es ist das Traumfinale des Fußball-Kreises Unna/Hamm, wenn am Mittwoch beim TuS Wiescherhöfen (19 Uhr/Wielandstraße) die beiden klassenhöchsten Mannschaften Westfalia Rhynern und Hammer SpVg aufeinandertreffen.

Eines, das so ziemlich alles zu bieten verspricht, was ein Fußballspiel interessant macht: Sportlich hohes Niveau, Prestigekampf und bis in die Haarspitzen motivierte Akteure auf beiden Seiten.

„Ich finde es super, dass diese Partie zum Abschluss einer Saison stattfindet“, kann sich Rhynerns Coach Björn Mehnert einen Seitenhieb auf die Tatsache, dass der Pokalspielleiter das Finale der Vorsaison aufgrund terminlicher Probleme auf die Vorbereitung zur aktuellen Serie verschoben hatte (siehe Text im Kasten), nicht verkneifen. „Entsprechend ist das nochmal ein Highlight für jede Mannschaft und jeden Spieler. Und dadurch, dass nur der Sieger auch in den Westfalenpokal einzieht, hat es richtigen Endspielcharakter.“

Mit 4:1 setzte sich der Oberligist im Sommer gegen den Westfalenligisten SV Holzwickede durch. Dass es dieses Mal gegen den Liga- und Ortsrivalen ähnlich deutlich werden könnte, ist kaum anzunehmen. Schließlich trafen beide Finalisten in dieser Saison bereits zweimal während der Meisterschaft in der Oberliga aufeinander, ohne dass es einen Sieger gab (2:2, 0:0). „Das ist das Derby. In solchen Spielen geht es immer um etwas, die sind interessant und attraktiv für die Zuschauer“, sagt HSV-Trainer Goran Barjaktarevic. „Und wir wollen wirklich den Westfalenpokal erreichen. Die Spieler, die uns verlassen, wollen sich mit einem Titel verabschieden. Die, die bleiben, wollen in die Zukunft investieren. Und jeder weiß genau, was er machen muss. Taktik zählt hier nicht – hier geht es nur um Selbstmotivation.“

Dass diese Partie auch ein Endspiel um die Vorherrschaft in der Stadt sei, wollten beide Trainer nicht bestätigen – aus unterschiedlichen Gründen. „Ich denke, dass wir die Saison als Nummer eins in der Meisterschaft abschließen werden“, ist diese Frage für Mehnert bereits in der Punktspielrunde der Oberliga entschieden worden. „Entsprechend ist das die einzige Chance für die HSV, ein bisschen davon wettzumachen, dass sie wieder Mal die Nummer zwei geworden ist.“ Und für Barjaktarevic stellt sich die Frage nach dem führenden Verein in der Stadt erst gar nicht. „Für diese Geschichte mit der Nummer eins in Hammkannst du dir nichts kaufen“, sagt der HSV-Trainer. „Ich hätte mich gerne unterhalten über das Thema Nummer eins in der Liga. Vielleicht kann die Nummer eins in Hamm bessere Mädels abschleppen. Wir möchten einfach gerne den Pokal gewinnen.“

Beide Mannschaften zeigten zuletzt aufsteigende Form. Rhynern gewann die vergangenen drei Begegnungen in Folge, die HSV blieb mit acht Punkten in den letzten vier Partien ungeschlagen. „Aber das hier wird eine ganz andere Sache“, ist sich Mehnert sicher. „Das ist ein Finale, und da spielt alles andere keine Rolle. Aber man hat nicht so viele Endspiele im Leben. Deshalb wollen wir auch dieses gewinnen.“ Barjaktarevic gibt sich zurückhaltend: „Wir werden das locker angehen und dann einmal sehen, was dabei herauskommt“, sagt der 45-Jährige, der gegen die Westfalia auf Offensivakteur Emre Demir verzichten muss. „Er hat sich im Spiel gegen Neuenkirchen den Mittelfuß angebrochen. Der Junge, der hat eine Top-Einstellung, und es ist schade, dass er gerade jetzt nicht spielen kann.“

Mehnert sieht die aktuelle Personallage bei der Westfalia als „ganz gut“ an. „Dennis Rödel ist allerdings noch für ein Spiel gesperrt. Sergej Petker fällt aus, und Dennis Krautwurst weist noch Trainingsrückstand auf. Sonst sind alle fit.“ Auch Kapitän Dustin Wurst, der zuletzt in der Liga pausierte. „Er wird mit Sicherheit spielen“, legt sich Mehnert fest. „Seine Pause war abgesprochen, weil jetzt zehn Tage mit drei Spielen kommen, wo es richtig zur Sache gehen wird. Jetzt ist jeder bei uns heiß, und ich würde am liebsten 19 Jungs auflaufen lassen. Aber das geht ja nicht.“ - güna

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