Hammer (19) beim VfL Bochum

Fabian Holthaus arbeitet emsig an Profi-Karriere

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Fabian Holthaus (2. von rechts) arbeitet weiter an seiner Profi-Karriere.

HAMM - U19-Nationalspieler Fabian Holthaus aus Herringen nimmt den Kampf um einen Stammplatz bei den Profis des VfL Bochum zur neuen Saison erst richtig auf: "Ich haue alles rein, um mich auf der Fußball-Bühne 2. Bundesliga zu zeigen und dort auch bestehen zu können", sagt er.

Von Frank Heidenreich

Ein Rückschritt? „Nein“, betont Fabian Holthaus. „Definitiv nicht.“ Wieso auch? 19 Jahre ist der Linksverteidiger jung, könnte noch in der A-Jugend beim VfL Bochum Fußball spielen. Und doch ist der Herringer bereits eine feste Größe im Regionalliga-Team des Revierklubs. 19 Einsätze stehen in dieser Saison bereits zu Buche – in der Startelf, wohlgemerkt.

Der kleine Haken an der Sache: Zu Beginn der Spielzeit schnupperte der Herringer Zweitliga-Luft, absolvierte drei Partien bei den Profis. Und hat damals Blut geleckt. Dass er derzeit nicht im „Unterhaus“ zum Zuge kommt, findet er „schade. Alles andere wäre ja auch komisch.“

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Schließlich ist sein Ehrgeiz groß, zu einer festen Größe im Team von Trainer Peter Neururer zu werden, wo derzeit Jonas Acquistapace links in der Viererkette gesetzt ist – übrigens ebenfalls ein gebürtiger Hammer, der in Soest das Fußball-Einmaleins gelernt hat. Holthaus weiß, dass es im Moment schwer ist, an irgendwelchen Hierarchien zu rütteln – „in der Situation, in der wir uns befinden“. Soll heißen: im Abstiegskampf.

Immerhin: Die Trainingseinheiten absolviert der Defensivmann, der 2010 von der Hammer SpVg nach Bochum gewechselt war und noch immer die Entwicklung seines Ex-Klubs aufmerksam verfolgt, bei den Profis – auch in dieser Woche vor dem eminent wichtigen Kellerduell gegen Schlusslicht Energie Cottbus am Sonntag.

Tags zuvor wird die Aufteilung der in Frage kommenden Spieler auf den U23- und Zweitliga-Kader vorgenommen. Zuletzt rückte Holthaus dabei stets in die Reserve. „Es hat leider immer knapp nicht gereicht“, erzählt Holthaus, der am VfL neben der Unaufgeregtheit die hohe Durchlässigkeit zum Zweitliga-Kader und die große Offenheit im Umgang mit den Spielern schätzt.

„Ich bekomme immer ein ehrliches Feedback“, sagt der 19-Jährige. Und er weiß daher um seine Defizite. „Mir fehlt noch etwas die Konstanz“, hat Holthaus erfahren. „Ich habe mal Phasen, in denen es überragend läuft, und dann Wochen, die eher weniger gut sind.“

Das hohe Niveau dauerhaft zu halten, ist „ganz wichtig auf diesem Level. Denn es gibt viele gute Spieler in der 2. Liga“, sagt der Hammer – und versucht, seine Ungeduld zu zügeln. Er arbeitet an sich. Auch mit Hilfe von „Zussatzschichten“ nach dem Training, in denen er zusammen mit anderen beispielsweise an der Torvorbereitung feilt, Flanken übt.

Holthaus, mit einem Vertrag bis 2016 ausgestattet, ist sich aber jetzt schon sicher, dass ihm die Einheiten mit den Profis bei seiner Entwicklung geholfen haben. Eine größere Handlungsschnelligkeit hat er an sich festgestellt, eine Stärkung des schwächeren rechten Fußes, dazu zahlen sich die Übungen im Kraftraum in den Zweikämpfen aus.

Dass dies in der Summe keine Stammplatz-Garantie im Profikader für die neue Saison ergibt, weiß der noch in Herringen wohnende Holthaus allerdings. Doch mit dem sehr wahrscheinlichen Abgang eines Konkurrenten, des ausgeliehenen Felix Bastians, steigen die Chancen von Holthaus, in der Vorbereitung zu punkten.

„Man hat mir gesagt, dass es darauf ankommt, wie ich mich dann präsentiere“, sagt er. Davor soll aber zunächst einmal der Klassenerhalt der beiden Bochumer Teams stehen – und ein erfolgreiches Abschneiden mit der deutschen U19-Nationalmannschaft, in der Holthaus gesetzt ist, bei der EM-Qualifikation Anfang Juni in Spanien.

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