Ergebnisse der Online-Umfrage

Fortsetzung der Saison im Amateurfußball? Der Großteil rechnet mit Abbruch

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Ein Oberliga-Derby zwischen Rhynern und der HSV vor Zuschauern? Nur noch wenige Fans glauben, dass die aktuelle Spielzeit überhaupt fortgesetzt wird.

Es ist weiter völlig offen, wann und wie in diesem Jahr im Amateurbereich wieder mit dem Fußballspielen begonnen wird. „Bis auf Weiteres“ hat der Deutsche Fußball Bund (DFB) in den unteren Ligen den Spielbetrieb wegen des Coronavirus auf Eis gelegt.

Hamm – Die WA-Sportredaktion hatte vor zwei Wochen mögliche Szenarien aufgezeigt, wie die Saison letztlich gewertet werden kann und dabei online auf www.wa.de eine Umfrage erstellt, welche Möglichkeiten die Leser bevorzugen. Und dabei zeigte sich, dass es keine einhellige Meinung gibt, sondern dass alle Lösungsvorschläge mehr oder weniger in Betracht gezogen werden können. 1170 User hatten bis Mittwochmittag an der Abstimmung teilgenommen.

- Ein Fünftel davon (20 Prozent) hofft weiterhin, dass die Saison noch zuende gespielt wird und es zu einer regulären Tabelle kommt, wie es sie sonst am Ende jeder Spielzeit gibt, wenn alle Partien absolviert sind.

- 80 Prozent gehen allerdings von einem Abbruch der Saison aus, glauben nicht mehr daran, dass im Amateurbereich in diesem Jahr die Saison 2019/20 noch abgeschlossen wird.

- 22 Prozent der 1170 User, die an der Abstimmung teilgenommen haben, würden es bei einem sofortigen Ende der Spielzeit bevorzugen, wenn dann die aktuelle Tabelle zählen würde, bei der die Meister aufsteigen würden, es aber keine Absteiger gibt.

- 15 Prozent hätten Freude daran, wenn es noch zu Playoff-Spielen der vier Erstplatzierten im Rennen um den Aufstieg und der vier Letztplatzierten im Kampf gegen den Abstieg kommen würde.

- Elf Prozent stimmten dafür, bei einem Abbruch die aktuelle Tabelle mit den derzeitigen Platzierungen zählen zu lassen, so dass die Teams, die oben stehen, aufsteigen, und die, die im Keller rangieren, auch absteigen.

- Ebenfalls elf Prozent votieren dafür, die Hinrundentabelle zur Wertung heranzuziehen und die Platzierungen zählen zu lassen, die die Teams nach der Hälfte der Saison belegten.

- Wenig Begeisterung rief die Möglichkeit hervor, mittels eines Koeffizienten – dabei werden die erreichten Punkte durch die absolvierten Spiele geteilt – die Auf- und Absteiger zu ermitteln. Lediglich vier Prozent stimmten für diese Lösung.

- Noch weniger Teilnehmer (zwei Prozent) fanden die im Basketball praktizierte Möglichkeit, neben den auf Platz eins stehenden Teams auch noch weitere Mannschaften, die in Reichweite eines Aufstiegsplatz zum Zeitpunkt des Abbruchs lagen, mittels einer Wildcard den Sprung in die nächst höhere Liga zu erlauben.

Letztlich zeigen die Ergebnisse, dass es nicht die Optimallösung gibt, die bei allen Beteiligten auf große Begeisterung stößt. Vielmehr sind sich auch die Anhänger des heimischen Amateurfußballs uneinig darüber, wie mit der derzeit unterbrochenen Saison 2019/20 verfahren werden soll. Umso schwerer wird es am Ende für die Verantwortlichen des Verbandes sein, wie mit der aktuellen Spielzeit verfahren wird. Letztlich wird es dabei immer Teams geben, die sich ungerecht behandelt fühlen – und die vielleicht sogar gegen die Entscheidung klagen werden.

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