Fußball

Rouven Meschede bleibt über die Saison hinaus beim SVE

Rouven Meschede hat nicht lange gezögert und das Angebot zur Vertragsverlängerung schnell angenommen.
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Rouven Meschede hat nicht lange gezögert und das Angebot zur Vertragsverlängerung schnell angenommen.

Derzeit weiß im heimischen Amateur-Fußball keiner, wann und wie es angesichts der Corona-Problematik überhaupt weiter geht. Dennoch haben die Verantwortlichen des Bezirksligisten SVE Heessen in der Zwangspause Nägel mit Köpfen gemacht und eine wichtige Entscheidung für die Zukunft gefällt. Wie der Sportliche Leiter Jens Heusener bestätigt, wird Rouven Meschede auch in der kommenden Saison die Mannschaft vom Marienstadion als Spielertrainer betreuen.

Hamm – „Ich musste nicht lange überlegen“, erklärt Meschede, nachdem ihm das Angebot zur Vertragsverlängerung vorgelegt wurde. „Der SVE ist ein sehr gut geführter Verein, der auch noch sportliche Ambitionen hat. Ich fühle mich sehr wohl und möchte die Chance nutzen, hier mit den vielen jungen Spielern etwas aufzubauen.“ Auch Heusener freut sich auf eine weitere Zusammenarbeit: „Der Verein ist froh über die vorzeitige Einigung mit Rouven. Er passt zu 100 Prozent zum Klub und ist mit seinem Engagement ein echter Glücksfall für den SVE“, erklärt der Sportliche Leiter. „Er ist auf und außerhalb des Platzes eine absolute Identifikationsfigur und brennt für die Aufgabe in Heessen.“ Meschede, der Ende Januar gerade einmal 30 Jahre alt wird, könnte aktuell auf Grund seiner technischen Fähigkeiten mit Sicherheit noch in höheren Klassen Fußball spielen.

Ursprünglich stammt er von der TuS Germania Hamm, wechselte aber bereits in frühester Jugend zum damaligen SC Eintracht Hamm, landete über die Station Hammer SpVg schließlich bei Rot Weiss Ahlen, wo er 2010 seinen ersten Profi-Vertrag beim damaligen Drittligisten erhielt. Für die Ahlener spielte er in der 3. Liga und anschließend noch in der Regionalliga, ehe es ihn von 2011 bis 2014 zur Hammer SpVg zog, mit der er von der Westfalen- in die Oberliga aufstieg. Von 2014 bis 2018 spielte Meschede schließlich erneut für Ahlen. „Ich hätte auch bei Rot Weiss bleiben können. Mir lagen zudem Angebote von anderen Vereinen vor. Doch Belastung und Aufwand waren mir einfach zu groß geworden“, beschreibt er den Grund für seine Entscheidung, den sportlichen Abstieg in Kauf zu nehmen und zurück nach Heessen in die Kreisliga A zu gehen. Für Meschede, der bei einem Recycling-Unternehmen tätig ist, war zu diesem Zeitpunkt der Tag zu lang geworden. „Ich hatte einfach keinen Spaß mehr am Fußball.“

Junge Spieler weiter entwickeln

Doch das hat sich beim SVE wieder grundlegend geändert. Schließlich wurde er gleich in seinem ersten Jahr mit den Heessenern Meister in der Kreisliga A, doch der Aufstieg wurde in der Entscheidungsrunde verpasst. Der SVE trennte sich danach von Coach Jürgen Welp und bot Meschede das Amt des Spielertrainers an. Gleich in seinem ersten Jahr als Team-Verantwortlicher stieg er mit dem Klub in die Bezirksliga auf. Dort spielte die Mannschaft bis zur Corona-Unterbrechung als Neuling eine sehr gute Rolle, liegt aktuell mit 16 Punkten aus acht Begegnungen auf dem guten dritten Platz. „Damit sind wir absolut im Soll“, betont der Spielertrainer, der mit seiner jungen Mannschaft eine Position um Rang fünf angestrebt hat. „Noch oben ist natürlich immer Luft“, meint Meschede. „Das Schöne in diesem Verein ist, dass wir hier ohne großen Druck in einem familiären Umfeld in aller Ruhe arbeiten können. Vordringlichste Aufgabe dabei ist, die vielen jungen Spieler weiter zu entwickeln.“

Gespräche mit den Assistenten

Meschede selbst will möglichst lange selbst auf dem Rasen mitmischen. „Nur noch an der Linie zu stehen, wäre momentan nicht mein Ding“, erklärt der 29-Jährige, der auch in Zukunft gerne mit Co-Trainer Rainer Franke und Torwartcoach Sascha Kirschstein zusammenarbeiten möchte. „Mit beiden werden wir in den nächsten Wochen auch noch sprechen“, betont Heusener. „Unsere primäre Aufgabe war aber zunächst, die Einigung mit Rouven zu erzielen. Wir würden aber auch Kirschstein und Franke sehr gerne weiter bis uns sehen.“

Die Verantwortlichen wollen die Zeit um den Jahreswechsel nutzen, die Kaderplanung weiter voran zu treiben. „Auch wenn wir alle noch nicht wissen, wann es weitergeht, werden wir vorbereitet sein, denn eines ist klar: irgendwann wird es weitergehen“, beteuert der Sportliche Leiter.

„Darauf freue ich mich schon jetzt“, ergänzt Meschede, der aktuell nur wenig Kontakt zu seinen Mannschaftskameraden unterhält. „Momentan steht die Gesundheit aller im Vordergrund. Und es gilt, das Virus gemeinsam zu besiegen.“

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