Kreispokal-Achtelfinale

Motivierter Außenseiter trifft auf angeschlagenen Boxer

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Kommen Halil Dogan (links), Niklas Sewing (hinten) und die HSV bei den Hölzkenern ins Straucheln?

Das Achtelfinale des Kreispokals stellt für den Fußball-Oberligisten Hammer SpVg ein willkommenes Kontrastprogramm zum Liga-Alltag dar. Der kommende Gegner hingegen will sich gegen den zurzeit strauchelnden Favoriten einen Wunsch erfüllen.

Hamm – Der Schlusspfiff des Duells mit dem Fußball-Oberligisten 1. FC Kaan-Marienborn besiegelte endgültig die sportliche Krise der Hammer SpVg. Zwei Punkte und ein Torverhältnis von minus zehn beförderten die Elf von Coach René Lewejohann auf den letzten Tabellenplatz. 

Ob die dritte Kreispokalrunde gegen TuS Germania Lohauserholz (Dienstag, 19 Uhr, Am Hahnenbach) Fluch oder Segen in der aktuellen Phase ist, beantwortete der HSV-Coach kurz und knapp.

Aufgeben kommt für Lewejohann nicht in Frage 

„Die Schwere der Aufgabe habe ich von Beginn an hervorgehoben. Aber es ist auch immer noch eine, auf die ich Bock habe“, ließ Lewejohann keine Zweifel darüber aufkommen, ob er bei fortschreitendem Misserfolg darüber nachdenken würde, das Handtuch im Hammer Osten zu werfen. 

Dass auch ihm die aktuelle sportliche Misere ins Gesicht geschrieben ist, lässt sich nicht leugnen. Fassungs- und sprachlos nahm er die überraschenden Gegentreffer am Sonntag hin und breitete fragend seine Arme aus. 

Lewejohann stellt sich schützend vor seine Elf

Fünf Spieltage sind mittlerweile absolviert, zum dritten Mal musste der 35-Jährige psychologische Aufbauarbeit leisten – und das nicht nur im Kollektiv, sondern auch unter vier Augen sprach er seinen Schützlingen Mut zu. 

„Ich bleibe dabei: Ich stehe uneingeschränkt hinter meinen Jungs und werde ihnen weiterhin den Rücken stärken, weil ich weiß, dass viele dabei sind, die noch nicht so weit sind und sich deshalb noch weiterentwickeln müssen“, unterstrich Lewejohann und fügte an: „Sie sind im Training mit vollem Herzen dabei, charakterlich kann man ihnen ohne Ausnahme überhaupt keinen Vorwurf machen. Sie tun alles, um erfolgreich zu sein. Jetzt müssen sie sich auch endlich dafür belohnen.“ 

HSV will Pflichtaufgabe trotz der aktuellen Lage erfüllen

Gelegenheit dazu erhält die HSV bereits am Dienstagabend im Achtelfinale des Kreispokals. Das Duell mit den Hölzkenern kommt Lewejohann gerade recht: „Somit haben die Jungs nicht viel Zeit, um groß über Sonntag nachzudenken. Man bekommt als Trainer mit, wenn sie auch untereinander reden. Das ist nicht förderlich.“ 

Gegen den Bezirksligisten erwartet er die gewohnt hohe Hürde dieses Wettbewerbs: „Es wird die absehbar schwierige Aufgabe, dennoch ist es unsere Pflicht, eine Runde weiter zu kommen.“ 

Fiebig erinnert gerne an das Duell der Vorsaison

Das mit aller Macht verhindern will die Elf von Hölzken-Trainer Duo Jörg Fiebig/Torsten Skerra. Gerne erinnerte der 49-Jährige Fiebig an das Duell des Vorjahres. „Wir hatten erst in der 80. Minute den zweiten Gegentreffer hinnehmen müssen. Wenn wir eine ähnliche Leistung abrufen können, dann bleibt es abzuwarten, wofür es am Ende reichen wird“, so Fiebig. 

Der 4:3-Heimerfolg der Hölzkener am Sonntag gegen RW Mastholte steckte ihm und seinen Schützlingen „noch in den Knochen“, zumal die Vorentscheidung nicht frühzeitig herbeigeführt wurde. „Ich hatte gehofft, dass wir mit 4:1 in Front gehen würden. Dann hätten wir etwas Tempo aus der Angelegenheit nehmen können“, sagte Fiebig. 

Hölzkener wollen gezielt Nadelstiche setzen

Den Rythmus auf dem grünen Geläuf wird seine Truppe am heutigen Abend wohl nicht vorgeben, dementsprechend angepasst liest sich der Matchplan des Bezirksligisten: „Wir wollen trotz weniger Spielanteile immer wieder Nadelstiche setzen“, so Fiebig, der ergänzte: „Die HSV ist der Favorit, für sie es gegen uns eine Pflichtaufgabe. So ganz chancenlos sehe ich uns aber nicht.“ 

Die Probleme der HSV sind Fiebig durchaus bewusst, weshalb er ein Bild eines angeschlagenen Boxers zeichnete, den es nun gilt, auf die Matte zu schicken. „In der Liga hat sie ihre Probleme, besonders offensiv hapert es.“

Riemer steht dem Bezirksligisten nicht zur Verfügung 

Noch vor der ersten Pokalrunde hatte sich Fiebig zum Ziel genommen, einen der Schwergewichte ein Bein zu stellen. Die Chance dazu scheint so groß wie nie zuvor. „Die Jungs freuen sich darauf. Für sie wird es darum gehen, sich auf spielerischer Ebene mit einem Oberligisten messen zu lassen. Da ist eine ganze Menge Ehrgeiz dabei“, so Fiebig, der auf seinen Stoßstürmer Daniel Riemer verzichten muss. Der befindet sich bis Freitag im Urlaub.

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