SG Bockum-Hövel ohne Gegenwehr

+

Hamm - Keine Ordnung, kein Wille, keine Gegenwehr. So präsentierte sich die SG Bockum-Hövel in der ersten Hälfte bei der 3:6 (0:5)-Niederlage gegen den SV Westfalia Soest und geht nach der achten Partie in Folge ohne Sieg nachdenklich in die anstehende Winterpause.

„Ich bin seit 25 Jahren im Fußballgeschäft, aber so etwas Peinliches wie in der ersten Halbzeit habe ich noch nie erlebt“, fand SG-Trainer Stefan Küritz klare Worte. „Das taktische System wurde überhaupt nicht umgesetzt, es war keine Laufbereitschaft vorhanden, und wir sind nicht in die Zweikämpfe gegangen.“

Vor rund 75 Zuschauern auf dem Kunstrasenlatz im Adolf-Brühl-Stadion nutzten die Gäste ihre Chancen eiskalt. Als Schiedsrichter Niclas Geldermann (Beckum) ein Foul an Marc-Andre Wohlrath nicht ahndete, bediente die Westfalia sofort Dustin Wypyszewski, der SG-Keeper Matthias Böings zum 0:1 tunnelte (13.). Pirmin Langenkämper hätte der Begegnung eine Minute später eventuell einen anderen Verlauf geben können, doch er scheiterte am starken SVW-Schlussmann Marvin Baum.

Den Gastgebern fehlte es an einer funktionierenden Grundordnung. Immer wieder liefen die Gastgeber den Soestern nur hinterher. Auch in der Defensive fanden die Hausherren keinen Zugriff, so dass Lukas Brenk ungehindert zum 0:2 einschoss (18.). Als kurz darauf Fabian Hendriks zum 0:3 ins lange Eck traf, war bereits die Entscheidung gefallen (21.). Bei der SG war kein Aufbäumen zu spüren. Lukas Brenk bediente Björn Polzin, der per Flachschuss erfolgreich war (35.). Und Dustin Wypyszewski erhöhte auf 0:5 (40.).

„Die zweite Halbzeit war reine Ergebniskosmetik, weil Soest drei bis vier Gänge zurückgeschaltet hat“, so Küritz. Die Westfalia verwaltete nun die klare Führung. Zwar verkürzte Wohlrath nach Ecke von Kerim Isiktekin auf 1:5 (52.), aber Soest stellte den alten Abstand durch einen herrlichen Freistoßtreffer von Eckhard Geisthövel wieder her (69.). In der Schlussphase verkürzten die Bockum-Höveler den Rückstand durch Wohlrath (77.) und Thomas Wilczek (83.) noch ein wenig. „Wir müssen uns jetzt im Winter schütteln und am Anfang des neuen Jahres punkten, um nicht noch in Abstiegsgefahr zu geraten“, sagte Küritz.

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare