Wiescherhöfen siegt 2:1 beim TSC Hamm

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Wiescherhöfens Julian Rohlmann (rechts, im Duell mit Ümit Marankoz) bereitete beide Treffer gegen den TSC vor.

HAMM - Christopher Lübeck hat sein Wort gehalten. Kurz vor seiner Einwechslung sprach der als Zuschauer anwesende Ex-Coach Eddy Chart dem 19 Jahre alten Mittelfeldspieler des TuS Wiescherhöfen Mut zu, dass er noch treffen würde. „Mache ich auch“, sagte Lübeck – und ließ Taten folgen.

Sechs Minuten auf dem Platz, leitete er mit seinem Tor (81.) in der Fußball-Bezirksliga beim TSC Hamm die Wende für die Grün-Weißen ein, die am Ende den Platz mit 2:1 (0:0) als Sieger verließen. Nach dem Schlusspfiff waren aber sowohl TSC-Coach Erdal Akyüz wie auch Wiescherhöfens Spielertrainer Steven Degelmann froh, dass die Begegnung auf dem Kartoffelacker ähnelnden Platz auf der Friesenkampfbahn zu Ende war. „Auf diesem Rasen war nicht viel möglich“, sagte Akyüz, während sein TuS-Pendant meinte: „Mit Fußball hatte das wenig zu tun.“ Er hatte sogar wegen der schlechten Verhältnisse seine Formation verändert, ließ sein Team statt im üblichen 4-2-3-1-System mit zwei Stürmern auflaufen, „um mehr mit langen Bällen zu agieren“, erklärte er.

Entsprechend verlief die Partie. Beide Teams hatten Mühe auf dem holprigen Geläuf, flüssig zu kombinieren. Die Gäste versuchten, Druck aufzubauen, kamen aber nur selten gefährlich in den Strafraum des TSC. Die Hausherren dagegen verpassten es, das auszunutzen. So bekam Yavuz zu wenig Druck hinter seinen Kopfball (24.), klärte Wiescherhöfens Simon Peper eine Freistoß-Hereingabe ebenfalls von Yavuz am kurzen Pfosten.

Dem TuS fehlte nach vorne dagegen die nötige Präzision. Brenzlig wurde es für den TSC erst in der 39. Minute: Eduard Lorengel schlenzte einen Freistoß über die Mauer, aber Muzaffer Onur parierte. Nach der Pause verpasste der TuS die Führung, als Onur einen Kopfball von Steven Degelmann nach Rohlmann-Ecke mit den Fingerspitzen über die Latte lenkte (50.).

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Besser machten es kurz darauf die Gastgeber: Onur ließ einen Schuss von Ernur Algan nach vorne abprallen, Degelmann trat über den Ball, und der vier Minuten zuvor eingewechselte Dogancan Özdemir drückte den Abpraller über die Linie (69.). Wiescherhöfen schaltete darauf einen Gang nach oben und belohnte sich, als Lübeck die Kugel nach Ablage von Rohlmann ins lange Eck einschob (81.). „Das war ein dummes Tor“, ärgerte sich Akyüz. „Wir versuchen, den Ball aus dem eigenen Sechzehner zu fummeln. Das kann nur in die Hose gehen.“

Kurz darauf nickte der TuS-Spielertrainer nach Rohlmann-Ecke zum 1:2 ein (85.) – nachdem der TSC kurz zuvor in Person von Deniz Polat aus spitzem Winkel gescheitert war. „Wir müssen unsere Chancen besser nutzen. Das ist seit Wochen unser Manko“, meinte Akyüz und ergänzte: „Einen Punkt hätten wir mindestens verdient gehabt. Wir waren die bessere Mannschaft.“ In diesem Punkt waren sich die Trainer dann doch nicht mehr einig. „Vorher hätte ich mit einem Remis leben können“, so Degelmann. „Aber ich denke, dass der Sieg durchaus in Ordnung geht.“ - mg

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