Rohlmann gibt den Türöffner

Wiescherhöfen gewinnt Derby gegen Rhynern II 3:1

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Der TuS Wiescherhöfen um Dominik Degelmann (links) setzte sich im Derby bei Rhynerns Reserve mit 3:1 durch.

HAMM - Derbyzeit. Und ein absolutes Top-Spiel in der Fußball-Bezirksliga. In der Partie zwischen den bis dato ungeschlagenen Westfalia Rhynern II und TuS Wiescherhöfen zeigten beide Teams überzeugende Leistungen. Doch am Ende setzten sich die Grün-Weißen nach einer ausgeglichenen ersten Hälfte und trotz der anschließenden Rhyneraner Überlegenheit mit 3:1 (0:0) durch.

Damit ist der TuS mit nur einem Punkt Rückstand auf Spitzenreiter SG Bockum-Hövel Dritter – einen Rang und einen Punkt vor der Westfalia. Wiescherhöfens Spielertrainer Steven Degelmann war mit der Vorstellung seiner Mannschaft sehr zufrieden: „Wenn wir die Leistung abrufen, dann brauchen wir uns vor niemandem verstecken und keine Angst vor solchen Spitzenspielen haben.“ Es waren auch die Grün-Weißen, die den besseren Start in die Partie erwischten. Gegen noch nicht ganz wache Gastgeber vertändelten Thanuyen Markandesar und Erkan Baslarli in der ersten Minute jedoch ihre Möglichkeiten frei vor dem Tor. In der Folgezeit neutralisierten sich die beiden Kontrahenten weitgehend. Wegen der guten Defensivreihen auf beiden Seiten blieben hochkarätige Chancen Mangelware.

Nach dem Seitenwechsel erarbeitete sich die Truppe von Trainer Thomas Schneider ein Chancenplus. Das musste auch der Gegner anerkennen. „Zu Beginn der zweiten Halbzeit waren die Gastgeber besser und aggressiver“, räumte Degelmann ein. Dennoch waren es die Gäste, die in der 67. Minute den Gästen den ersten Nadelstich versetzten. Wiescherhöfens Julian Rohlmann wurde kurz vor dem Strafraum zu Fall gebracht und trat selbst zum Freistoß an. Er zirkelte den Ball über die Mauer unhaltbar ins rechte obere Eck – 0:1.

Nach dem Gegentreffer erhöhte Rhynern den Druck wieder. Die Folge: Marius Michler gelang der schnelle Ausgleich, nachdem er von Jonas Michler mustergültig bedient worden war (70.). Danach gingen aber wieder die Gäste in Front – erneut durch eine Standardsituation. Nach einem Freistoß aus dem Mittelfeld bediente Rohlmann Markandesar mit dem Kopf, der zum 1:2 einnickte (77.). Das Tor war gleichzeitig die letzte Aktion des Stürmers, der direkt nach dem Torjubel für Omar Hussein vom Feld ging. Der neue Mann brauchte nicht lange, um sich einzufügen. Mit seinem ersten Ballkontakt zog er von der linken Seite ab und traf zum 1:3 (78.). Von diesem Doppelschlag in der Schlussphase beeindruckt, schaffte es Rhynern nicht mehr, gefährlich vor das TuS-Tor zu kommen.

Nach der Partie war für Westfalia-Coach Thomas Schneider klar, wer an der ersten Saisonniederlage seiner Mannschaft Schuld war. „Der Schiedsrichter hat in den ersten 60 Minuten gut gepfiffen, dann aber leider seine Linie verloren. Vor den ersten beiden Gegentoren wurden Fouls gegen uns gepfiffen, die keine waren. Das ist in einem solchen Spitzenspiel schade.“ Dennoch war der Coach mit der Leistung seiner Mannschaft, insbesondere in der zweiten Halbzeit, zufrieden: „Beide Teams waren auf einem Level. Vor dem 1:2 verhalten wir uns leider wie C-Jugendliche. Vergangene Woche haben wir nicht gut gespielt, aber gepunktet, diese Woche war es besser, aber wir haben verloren. Spielerisch geht die Leistung in Ordnung.“ Für die Wiescherhöfener war insbesondere der Freistoßtreffer in der Druckphase des Gegners „Gold wert“, erklärte Degelmann. Wie gewohnt erkannte er jedoch noch Verbesserungsbedarf: „Das Gegentor ärgert mich. Es war ein schöner Treffer, wir können das jedoch verteidigen.“ - csp

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