Wichtige Punkte: Herringen gewinnt 2:1 gegen Warendorf

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Erleichterung: Die Herringer feierten einen wichtigen Erfolg – und hier den Schützen zum 2:1, Irfan Uzungelis.

HAMM - Nach dem Schlusspfiff ging Erwin Faros schnurstracks zu seinen Spielern. Der Sportliche Leiter des SVF Herringen, gemeinsam mit Albert Nuß bis Saisonende Interimstrainer des Fußball-Bezirksligisten, nahm sich erst einmal die Zeit, jeden abzuklatschen oder zu umarmen.

Schließlich war Faros „total erleichtert“ nach dem eminent wichtigen 2:1 (2:1)-Erfolg gegen die Warendorfer SU, der den stark abstiegsgefährdeten SVF weiter auf ein glückliches Saisonende hoffen lässt. „Aber es bleibt dabei: Jedes Spiel ist ein Endspiel für uns“, betonte Faros. Auch das Duell gegen die WSU gingen die Herringer wie ein solches an, agierten mit großem Einsatz – und waren im ersten Durchgang das bessere Team. Hatten Sebastian Hrubesch per Kopf (9.) und Matthäus Paracz, der den Ball nicht voll traf (17.), noch das Ziel verfehlt, so halfen die Gäste beim Führungstreffer der Platzherren nach. Nach einem schönen Angriff des SVF schienen die Warendorfer die Situation bereits bereinigt zu haben. Doch Christoph Kuhlmeier bekam den Ball fünf Meter vor dem eigenen Gehäuse nicht weg, Philipp Grzesch schaltete schnell und spitzelte das Leder über die Linie (24.).

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Doch auch die Gastgeber patzten – und wurden ebenfalls prompt bestraft: Als nach einem Einwurf die Zuordnung überhaupt nicht passte, drückte Ramazan Bas eine flache Hereingabe von Dennis Bonin aus kurzer Distanz zum Ausgleich ins Netz (30.). Die Herringer Antwort ließ nicht lange auf sich warten: Ein Freistoß von der rechten Außenlinie von Irfan Uzungelis rauschte an Freund und Feind – inklusive des verdutzten Schlussmanns Thomas Wilmer – vorbei zum 2:1 ins Tor (33.). Es war eine Führung, die sich die Herringer aufgrund der größeren Spielanteile und des Chancenplus verdient hatten. Eine große Möglichkeit ließ Paracz noch aus, der vollkommen freistehend an Wilmer scheiterte (41.).

So war die Führung nicht beruhigend, sondern brüchig. Und in der lange äußerst zerfahrenen zweiten Hälfte hatten die Herringer ein ums andere Mal Glück, nicht den Ausgleich zu kassieren. So traf Bas nach einem missglückten Abschlag von Marco Zielinski den Innenpfosten (61.), retteten Lukas Hulboj in höchster Not gegen den eingewechselten Pavel Borisov (77.) und Nico Hesse auf der Linie nach einem Kopfball von Bernd Kieskemper (78.). In der Nachspielzeit köpfte Borisov noch freistehend neben das Tor (90.+1), während die Herringer nur noch auf einen nennenswerte Gelegenheit kamen – doch die hatte es in sich: Paracz zielte nach einem Konter freistehend am langen Eck vorbei (79.). „Wir haben in der zweiten Halbzeit etwas die Ordnung verloren“, meinte Faros. „Aber unter dem Strich waren wir das bessere Team. Wobei mich besonders gefreut hat, dass die Jungs wieder enorm gekämpft und viel Laufbereitschaft gezeigt haben.“ - fh

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