Rhynern II nach 3:0 gegen Westernkotten Spitzenreiter

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Rhynerns Verteidiger Moritz Köhler (Mitte) schoss gegen Bad Westernkotten das 1:0 und ließ hinten nichts zu.

HAMM - Lange vor dem Schlusspfiff gaben die Fans des SuS Bad Westernkotten auf. „Das ist ein Klassenunterschied“, sagte einer von ihnen resigniert, nachdem sein Team das dritte Gegentor kassiert hatte. Widerworte gab es nicht.

Die U 23 des SV Westfalia Rhynern hat sich mit einem 3:0 (2:0)-Sieg und einer Klasseleistung gegen die als Aufstiegskandidaten gehandelten Gäste in den Kreis der Bezirksliga-Spitzenteams geschossen.

Auch wenn Thomas Schneider das nicht gern hörte. „Wir haben jetzt vier Derbys vor der Brust. Danach werden wir weitersehen“, sagte Rhynerns Trainer. Die Zufriedenheit mit seiner Mannschaft, die Bad Westernkotten spielerisch, läuferisch und taktisch über 90 Minuten beherrscht hatte, war ihm aber anzusehen. „Der Gegner war ja kein Fallobst“, so Schneider, der den Ex-Westernkottener Matteo Fichera aus dem Oberliga-Kader als Solo-Spitze aufgestellt hatte.

Die Gäste leisteten den Rhyneranern Starthilfe. Eine verunglückte Kopfball-Abwehr landete vor den Füßen von Moritz Köhler, der den Ball nach nur 67 Sekunden zum 1:0 abstaubte. „Das erste Tor war in der Entstehung eine glückliche Geschichte, aber das nimmst du gerade gegen ein Spitzenteam gern mit. Was die Jungs danach gezeigt haben, war richtig gut“, sagte Schneider. In der Tat. Seine U 23 spielte so abgeklärt und unaufgeregt wie eine Ü 32. Das 2:0 fiel nach einer herrlichen Ballstafette, an deren Ende Kevin Messer klug auf Jonas Michler zurücklegte, der flach und platziert ins rechte Eck traf (32.). Von den Gästen war offensiv nicht mehr zu sehen als Philipp Grafes Volleyschuss, der mehr Verzweiflungstat als Chance war (37.).

Nach der Pause waren die Gäste zwar aktiver, aber bis auf wenige Ausnahmen nicht viel gefährlicher als vor dem Seitenwechsel – mit einer Ausnahme: Christopher Köthemanns verdeckten Schuss wehrte Rhynerns Maximilian Eul vor die Füße von Matthäus Jedrzejczyk ab, doch auch der brachte den Ball nicht am SV-Keeper vorbei (68.). Fast im Gegenzug zerstörten die Rhyneraner die Hoffnungsreste der Gäste. Jan Kleine bediente Michler, der mit seinem zweiten Tor den 3:0-Endstand erzielte. - sst

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