Direktes Duell um Relegations-Platz

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HAMM - Das Gerücht kursiert bereits seit der Winterpause – jetzt macht Reinhold Spohn den Spekulationen ein Ende.

„Es gibt – Stand heute – für die kommende Saison drei freie Plätze in den Fußball-Landesligen“, sagt der Vorsitzende des Verbands-Fußballausschusses Westfalen auf WA-Anfrage. „Daher wird es eine Relegationsrunde geben.“ Ein Grund: Aus der Regionalliga, die am Samstag ihre Saison beendet hat, gibt es mit den Sportfreuden Siegen nur einen Absteiger in die Oberliga Westfalen. Zudem wird der VfL Bochum seine U 23 für den Spielbetrieb der kommenden Serie abmelden.

Berechtigt zur Teilnahme an den Aufstiegsbegegnungen werden die jeweiligen Zweitplatzierten der zwölf westfälischen Bezirksligen sein, so Spohn weiter. Gespielt werde dann in zwei Runden, „erst sechs, dann noch einmal drei Partien in einer einfachen Runde ohne Rückspiele. Wahrscheinlich wird wieder ausgelost, wer gegen wen antreten muss.“

Damit bekommt das für den kommenden Sonntag anstehende Derby zwischen dem Tabellenzweiten, der U 23 des SV Westfalia Rhynern, und dem Ligadritten, TuS Germania Lohauserholz, am drittletzten Spieltag der Bezirksligagruppe (7) eine ganz besondere Brisanz, denn hier dürften beide Teams den Relegationsplatz im direkten Vergleich ausspielen. Entsprechend freute sich Westfalia-Coach Thomas Schneider am Pfingstmontag nach dem 2:2 bei der Warendorfer SU bereits „auf ein schönes Endspiel um Platz zwei“. Denn Spitzenreiter SuS Bad Westernkotten dürfte mit sechs Punkten Vorsprung auf die Westfalia bereits zu weit enteilt sein, um noch den direkten Weg in die Landesliga zu schaffen. „Jetzt können wir noch über die Hintertür Relegation den Aufstieg schaffen“, sagt Schneider. „Und da wir ja noch von einem leichten Zwei-Tore-Vorsprung zehren, sollten wir es uns im Falle eines Sieges nicht mehr nehmen lassen.“

Für Michael Scheffler wäre Platz zwei zum Saisonende mit ganz anderen Problemen verbunden. „Wir haben direkt im Anschluss an die Saison unsere Mannschaftsfahrt nach Mallorca gebucht“, war der TuS-Trainer nicht auf eine mögliche Verlängerung vorbereitet. „Und das haben wir im November gemacht, als wir Achter waren. Damit, dass wir dann 15 Spiele in Folge nicht verlieren würden, haben wir nicht gerechnet. Aber wir haben es sportlich so gewollt. Und wenn es dann wirklich so kommen sollte, würden wir das auch annehmen und einen Weg finden, um das mit unserer stärksten Formation anzugehen.“

Das Restprogramm ist für beide Mannschaften etwa gleich schwer. Beide spielen noch gegen ein Team, das mitten im Abstiegskampf steckt (Lohauserholz gegen Vorwärts Ahlen/Rhynern in Sassenberg), und eines, das zuletzt mächtig unter die Räder gekommen ist (Lohauserholz in Bönen/Rhynern gegen Lippstadt II). „Aber erst einmal gucken wir, wie es am Sonntag in Rhynern wird“, sagt Scheffler. „Denn das wird auch nicht gerade einfach.“

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