Rhynern II feiert 3:1-Derbysieg gegen Herringen

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Mergim Deljiu markierte für Rhynerns Reserve im Derby gegen den SVF Herringen den zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich.

HAMM - In einem rassigen Bezirksliga-Derby mit zwei Elfmetern und einer Roten Karte setzte sich Westfalia Rhynern II am Ende verdient mit 3:1 (1:1) gegen den SVF Herringen durch und steht jetzt wieder an der Tabellenspitze. Das Kellerkind verpasste es, wichtige Punkte im Abstiegskampf zu sammeln und schwächte sich durch unnötige Verwarnungen selbst für die kommenden Aufgaben.

„Mir sind jetzt schon ein paar Steine vom Herzen gefallen“, gab Rhynerns Co-Trainer Ralf Hettwer, der an der Seitenlinie den sich im Urlaub befindenden Thomas Schneider vertrat, nach dem Spiel zu. „Das war das erwartet schwere Spiel, in dem wir viel Geduld brauchten.“

Den besseren Start in die Partie hatte das Tabellenschlusslicht aus Herringen. Mit dem ersten Angriff schoss Thomas Wilczek Marius Michler an den Arm. Schiedsrichter Samuel Huller zeigte auf den Punkt, und Nico Schiller versenkte den Handelfmeter im Netz (3.). „Der Strafstoß war ein Wachrüttler für uns“, gewann Hettwer dem frühen Rückstand wenigstens etwas Positives ab.

Herringen zog sich mit der Führung im Rücken in die eigene Hälfte zurück, und Rhynern drängte auf den Ausgleich. Kapitän Jan Kleine fand allerdings mehrfach in Thomas Olbrich seinen Meister (13., 15., 24.). Erst ein Distanzschuss von Mergim Deljiu, der aus 17 Metern Maß nahm, brachte den 1:1-Ausgleich (24.). Danach wurde die Partie hitziger, und beide Mannschaften rieben sich in Zweikämpfen im Mittelfeld auf.

In der zweiten Halbzeit brauchten die Akteure zunächst eine Weile, um ihr Spieltempo aufzunehmen. Dann sah Jan-Philipp Faros die Rote Karte, nachdem er den durchstartenden Sebastian Jakob als letzter Mann am Trikot gehalten hatte (57.). Der Platzverweis machte sich zunächst nicht bemerkbar, weil der Westfalia die Ideen fehlten und Herringens Defensive wenig forderte.

Der 2:1-Führungstreffer ging auf die Kappe von Olbrich, der nach einer Temiz-Flanke aus dem Tor eilte, jedoch nicht an den Ball kam. Stattdessen sprang Rhynerns aufgerückter Innenverteidiger Maximilian Wagener am höchsten und köpfte den Ball ins leere Tor (70.).

Nach der Führung ergaben sich für Rhynern mehr Chancen. Erst hatte Kevin Messner die Vorentscheidung auf dem Fuß (83.), ehe auch Deljiu, trotz besser postierten Mitspielern und Überzahl, lieber selbst den Abschluss suchte und vorbeischoss.

Kurz vor dem Schlusspfiff zeigte Huller erneut auf den Punkt. Dieses Mal allerdings im Herringer Strafraum. Kevin Messner war zuvor von Marvin Nuß gefoult worden. Am wuchtig getretenen Strafstoß von Jakob hatte Olbrich noch seine Finger dran, der Ball war allerdings zu platziert geschossen, um ihn noch zu parieren (89.). In der Nachspielzeit wäre beinahe noch das 4:1 gefallen, Kleine traf aber nur die Latte.

Herringens Trainer Reiner Fiebig ärgerten nach dem Spiel besonders die jeweils fünfte Gelbe Karte für Kastilan und Nuß wegen Meckerns sowie die Rote Karte für Faros: „Da müssen wir, trotz schwachem Schiedsrichter, auch mal den Mund halten.“ Im Kellerduell gegen Vorwärts Ahlen muss er deshalb auf drei seiner vier etatmäßigen Abwehrspieler verzichten. - csp

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