Torreiches Derby: Hölzken gewinnt 4:3 gegen Herringen

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Torraumszenen satt: Am Ende gewann der TuS Germania Lohauserholz das Derby gegen den SVF Herringen mit 4:3.

HAMM - Es ist kaum zu glauben, dass sich der TuS Germania Lohauserholz und der SVF Herringen im Kampf um den Klassenerhalt befinden, wenn man sieht, zu welchen Leistungen beide Mannschaften eigentlich fähig sind. In einem hochklassigen und torreichen Bezirksliga-Derby setzten sich schließlich die Germanen mit 4:3 (2:2) durch und dürften fast alle Zweifel am Klassenerhalt aus dem Weg geräumt haben.

„Es wäre wirklich schade, wenn eines dieser beiden Teams absteigt“, resümierte Hölzkens Co-Trainer Rainer Franke nach 90 spannenden Minuten. „Aber ich denke, dass wir hoch verdient gewonnen haben, weil wir die Vielzahl der klaren Chancen hatten.“

Vor gut 150 Zuschauern „Am Hahnenbach“ erwischte der SV Fortuna einen Start nach Maß, als Matthäus Paracz an der Strafraumgrenze frei zum Abschluss kam und TuS-Keeper Thomas Goeke zum 0:1 überwand (3.). Lange benötigten die Gastgeber nicht, um den Rückstand zu verdauen. Felix Hennig wurde zunächst in seinem Offensivdrang gestoppt, doch den Abpraller verwertete Daniel Riemer mit einem platzierten Flachschuss aus halbrechter Position (10.). Kurz darauf legte Lohauserholz nach. Das Mittelfeld wurde gegen die aufgerückten Herringer durch zwei Steilpässe schnell überbrückt und Chen Hennig schloss einen Doppelpass mit seinem Bruder mit einem herrlichen Lupfer über SVF-Torwart Marko Zielinski ab (15.). Während der SVF versuchte, sich über ein gepflegtes Kurzpassspiel Chancen zu erarbeiten, setzte der TuS auf ein gutes Umschaltspiel, um freie Räume vor sich zu haben und die schnellen Spitzen Chen und Felix Hennig in Szene zu setzen.

Durch eine Standardsituation gelang den Gästen der 2:2-Ausgleich. Nach einer Ecke von Irfan Uzungelis durfte Thomas Wilczek ungehindert einköpfen (25.). Im Anschluss war es der TuS Lohauserholz, der mit einer Führung in die Kabine hätte gehen können, doch Felix Hennig (37.) und Rudi Bieche (39.) scheiterten jeweils aus aussichtsreicher Position.

„Das war ein super Spiel für die Jungs“, lobte Herringens Interimscoach Albert Nuß das Auftreten seiner Schützlinge. „Der Knackpunkt war für mich aber die frühe Auswechslung von Thomas Wilczek.“

Der Stürmer, der bereits angeschlagen mit einer Knöchelverletzung in die Partie gegangen war, kam zu Halbzeit zwei nicht wieder auf den Platz. Ihn ersetzte Thanuyen Markandesar, der nach Flanke von Fabian Düser an Thomas Goeke scheiterte (51.). Die Riesenchance zur Führung hatte Felix Hennig nach einer Hereingabe von Rudi Bieche auf dem Fuß, doch er zielte aus drei Metern über das Tor (60.). Zehn Minuten später markierte der Offensivmann nach guter Vorteilsauslegung von Schiedsrichter Michael Wellmann (Dortmund) für Daniel Riemer dann doch das 3:2.

Die Entscheidung fiel in der Nachspielzeit, als Klodian Kola von Marko Zielinski bei einem Rettungsversuch von den Beinen geholt wurde und dafür die Rote Karte sah. Den fälligen Strafstoß verwandelte Daniel Riemer sicher (90.+1). Mehr als der Anschlusstreffer durch einen Kopfball von Thanuyen Markandesar nach Flanke von Irfan Uzungelis gelang dem SVF nicht mehr (90.+3).

„Es war ein schönes Spiel, bei dem wir etwas Pech hatten, weil wir unsere klaren Chancen nicht genutzt haben“, so Albert Nuß, dessen Team nun wieder um den Klassenerhalt bangen muss, nachdem die Sportfreunde Ostinghausen mit dem 3:0-Erfolg über den TSC Hamm den Rückstand auf zwei Punkte verkürzt haben. - St

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