Steinke sichert Wiescherhöfen verdienten Zähler gegen Soest

+
Dank einer Leistungssteigerung nach dem Wechsel sicherte sich der TuS, hier Andre Budde (rechts), einen Punkt.

Hamm - Steven Degelmann konnte mit dem einen Punkt sichtlich gut leben. Der Spielertrainer des Fußball-Bezirksligisten TuS Wiescherhöfen stapfte nach dem 1:1 (0:1) gegen Westfalia Soest und zwei grundverschiedenen Halbzeiten seiner Mannschaft lächelnd über den Rasen an der Wielandstraße.

„Wir wollten nicht verlieren, weil Soest eine richtig gute Mannschaft ist. Deshalb bin ich mit dem Punkt absolut zufrieden“, sagte Degelmann, der zu dem treffenden Schluss kam, dass der Zähler „voll verdient“ war.

Darauf deutete aber in der ersten Halbzeit nichts hin. Beim TuS lief im Spiel nach vorne nichts zusammen. Den Gastgebern fehlte es an zündenden Ideen, an Tempo, an Sicherheit, an Präzision – und damit an Durchschlagskraft. Die logische Folge: Vor dem Wechsel hatten die Wiescherhöfener keine Torchance. „Wir waren zu behäbig im Aufbau“, monierte Degelmann und verwies auf die Vielzahl an Ballverlusten: „Das hat unsere Ballbesitzzeiten gedrückt.“ Die Soester bestimmten das Geschehen in einer insgesamt schwachen ersten Hälfte, waren das deutlich engagiertere Team. Und die Gäste hätten schon früh in Führung gehen können. Doch TuS-Schlussmann Marco Behrend parierte einen Schuss von Eckhard Geisthövel aus kurzer Distanz glänzend (4.). Bei der verdienten Führung für die Westfalia war er aber machtlos. Maik Bußmann war nach einem Schubser von Jonas Stoffer frei, jedoch nicht kontrolliert vor Behrend zum Abschluss gekommen. Der nicht immer sichere Schiedsrichter Jannik Piechotta wartete den Vorteil ab, entschied dann aber auf Strafstoß – zum Ärger der Wiescherhöfener. Vladyslav Kosharnyi beeindruckte das nicht: Er nutzte die Gelegenheit sicher zum 0:1 (34.). „Die erste Halbzeit war gar nix“, wetterte Degelmann mit Blick auf den Auftritt seines Teams. „In der zweiten haben wir es richtig gut gemacht.“

Der Coach brachte neues Personal, besetzte zudem die Außenbahnen um – und stellte später zufrieden fest, dass „die Einwechselungen gezündet“ haben und es „durch die Umstellungen besser“ wurde. Wiescherhöfen war nun deutlich engagierter und bissiger, agierte mit mehr Zug zum Tor. Und wäre fast schnell belohnt worden: Doch Andre Budde scheiterte an Soests Keeper Marvin Baum, auf den er alleine zugesteuert war (50.). „Wir brauchten eine Aktion, die uns mental zurückbringt. Die hatten wir direkt“, sagte Degelmann, dessen Team die hohe Schlagzahl beibehielt und der Westfalia nur noch eine Großchance durch Bünyamin Tas gestattete (78.). Auf der Gegenseite belohnte sich der TuS nach einer weiteren hochkarätigen Einschussmöglichkeit für Budde (66.), der zu lange zögerte, doch noch: Nachdem Soests Fabian Hendriks seinen eigenen Schlussmann per Kopfball zu einer Glanzparade gezwungen hatte, drosch der eingewechselte Dennis Steinke den Ball aus kurzer Distanz unter die Latte (81.).

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare