Punkte verschenkt: TSC gegen Liesborn nur Remis

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Mustafa Polat vom TSC Hamm (am Ball) setzte einen indirekten Freistoß gegen Liesborn links neben das Tor.

HAMM - TSC-Trainer Erdal Akyüz war nach dem 1:1-Unentschieden (1:0) gegen Liesborn auf dem schwer zu bespielenden Geläuf der Friesenkampfbahn mehr als bedient: „Diese Partie müssen wir gewinnen, aber so ist das manchmal im Fußball.“

Dabei begann die Begegnung für den TSC, der mit den äußeren Verhältnissen deutlich besser zurecht kam als der Gast aus Liesborn, vielversprechend. Bereits nach fünf Minuten verwertete Stürmer Ümit Marankoz eine Flanke vom starken Ernur Algan aus halblinker Position und netzte aus spitzem Winkel zur 1:0-Führung ein. In der Folge spielten die Gastgeber druckvoll nach vorne und erarbeiteten sich immer wieder Standards, doch trafen sie wie Abwehrspieler Tamer Saglam nach Freistoß von Ismael Uysal nicht das Ziel (26.). Nach einem hohen Bein im Liesborner Strafraum gab der Schiedsrichter einen indirekten Freistoß für den TSC, doch Mustafa Polat verzog aus acht Metern und setzte das Leder ans linke Außennetz. In der ersten Hälfte ließen die Hausherren kaum etwas anbrennen, so dass Liesborn lediglich zwei Torschüsse auf das Gehäuse von TSC-Schlussmann Ibrahim Sariman brachte (35., 38.).

In der zweiten Halbzeit kamen die Gäste deutlich besser aus der Kabine. Einen Schuss von Mario Pejic konnte Sariman noch halten (46.), doch sieben Minuten später war auch er machtlos, als Jürgen Fahnenstiel unbedrängt auf ihn zulief und zum 1:1-Ausgleich einschob. „Das war klares Abseits“, war TSC-Coach Akyüz mit dem Tor nicht einverstanden. Im direkten Gegenzug wurde sein Kapitän Mustafa Akyüz kurz vor dem Strafraum unsanft von Liesborn-Keeper Gödde gestoppt, der für seine Aktion als letzter Mann die Rote Karte sah (55.). Feldspieler Alexander Kampmann rückte für ihn ins Tor. Den fälligen Freistoß schoss Youssef Bouaid in die Mauer (56.). Nach dem Platzverweis konnten die Gastgeber noch mehr Druck aufbauen, doch eine Flanke von Uysal, die Kampmann unterlief, köpfte Algan nur an den linken Außenpfosten (57.). Und Ahmet Göksen setzte den Ball nach einer weiteren Marankoz-Ecke volley übers Tor (68.).

In der Schlussphase kamen die Gäste kaum noch aus der eigenen Hälfte. Nur eine von Johannes Drees hereingebrachte Ecke landete am TSC-Außengehäuse – das war die einzige Chance (75.). Es spielte nur noch der TSC: Marankoz schoss einen Freistoß aus 20 Metern übers Westfalen-Gehäuse (80.). Den folgenden Abstoß fing Akyüz ab, trat beim Abschluss jedoch in den Rasen, so dass der Ball neben dem Tor landete (81.). Die letzte Chance vergab Uysal, der eine Ecke vom eingewechselten Dogancan Özdemir an die Latte setzte (90.). „Wir haben hier zwei Punkte liegen lassen“, zeigte sich Akyüz enttäuscht. - gru

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