Lage bleibt brisant: Bockum-Hövel nur 3:3 gegen Liesborn

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Torschütze Bünyamin Uysal (links) und Sebastian Linnhoff feiern den Treffer zum 3:3.

HAMM - Die Lage in Bockum-Hövel bleibt brisant. Zwar kam die Sport Gemeinschaft Bockum-Hövel zu einem 3:3 (1:2)-Unentschieden gegen den Tabellenvierten Westfalen Liesborn und ist seit nunmehr fünf Partien ungeschlagen. Doch mit dem dritten Remis in Folge kann sich die SG im Abstiegskampf keine Luft verschaffen.

„Wir sind heute mit einem blauen Auge davongekommen. Aber am Ende der Saison kann der Punkt sehr wertvoll für uns sein“, blickte Bockum-Hövels Trainer Markus Matzelle auf einen wechselhaften Spielverlauf zurück. „Es ist nicht angenehm, dass wir über Wochen immer einem Rückstand hinterherlaufen.“ Trotz eines ersten Warnschusses von Carsten Edelkötter (3.) fanden die Gastgeber nicht richtig in die Begegnung. Obwohl Liesborn die Rot-Schwarzen erst ab der Mittellinie attackierte, leistete sich die Sport-Gemeinschaft bereits im Spielaufbau viele einfache Ballverluste. Da jedoch auch die Gäste die gewonnenen Bälle schnell wieder verloren, neutralisierten sich beide Mannschaften im Mittelfeld. Dann kam Dimitri Fahnenstiel nach einem Konter der Liesborner frei an der Strafraumgrenze zum Abschluss und überwand SG-Schlussmann Matthias Böings mit einem platzierten Schuss ins lange Eck (14.).

Die Bockum-Höveler hatten vor gut 125 Zuschauern im Adolf-Brühl-Stadion Glück, dass die Gäste aus Ostwestfalen bei einer Doppelchance durch Dimitri Fahnenstiel und Frederik Holtmann nicht nachlegten (23.). Beinahe im direkten Gegenzug gelang der SG der Ausgleich aus dem Nichts heraus. Nach präziser Flanke von Oliver Jahncke war Simon Schroth per Kopf zur Stelle (24.). „Wir haben das 1:1 dann nicht in die Pause gebracht“, ärgerte sich Markus Matzelle. Nach einem Ballverlust von Dominik Orlowski im Mittelfeld schaltete Leisborn schnell um und wieder traf Dimitri Fahnenstiel aus 16 Metern (41.)

Nach Wiederanpfiff war der Faden im SG-Spiel völlig gerissen, denn die Bockum-Höveler fanden nun überhaupt nicht mehr in die Zweikämpfe und liefen ihren Gegnern meist nur noch hinterher. So verlor Mirko Müller das Laufduell gegen Jürgen Fahnenstiel am rechten Flügel, der mit seiner genauen Hereingabe Julius Jelden-Thurm bediente. Dieser brauchte das Leder nur noch zum 1:3 über die Linie zu bringen (54.).

Als die Begegnung bereits verloren schien, fand die SG über den Kampf zurück ins Spiel. Dominik Orlwoski legte für den eingewechselten Markus Betke auf, der den Ball zum 2:3-Anschluss ins kurze Eck hämmerte (70.). Nach schöner Flanke von Bünyamin Uysal vergab Sebastian Linnhoff die Riesenchance zum Ausgleich, als er am leeren Tor vorbeiköpfte (76.). Uysal selbst schnappte sich kurz darauf das Leder kurz hinter der Mittellinie, umkurvte mit einer Energieleistung drei Gegenspieler und ließ auch SV-Keeper Felix Hronek bei seinem Abschluss keine Abwehrchance (79.).

In der Schlussphase hatte Simon Schroth nach Freistoß von Markus Löwen sogar den Siegtreffer auf dem Kopf, doch der Ball klatschte vor die Latte (90.). „Nach dem 1:3 muss ich meiner Mannschaft ein Kompliment machen, wie sie auf den Ausgleich gedrängt hat. Aber am Ende bin ich froh, dass wir nicht verloren haben“, so Matzelle. - St

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