„Respekt“

Hölzken dreht Spiel gegen Liesborn und gewinnt 5:3

+
Timo Hilse war einmal erfolgreich.

HAMM - Er kam sah und siegte. Mit der Einwechslung von Felix Henning bewies Rainer Franke, er vertrat den erkrankten Michael Scheffler als Trainer des TuS Germania Lohauserholz, ein goldenes Händchen, denn mit Henning kam die Wende. Aus einem 1:3-Rückstand machten die „Hölzkener“ in 19 Minuten einen 5:3 (1:2)-Erfolg über den SV Westfalen Liesborn.

„Respekt. Ihr habt eine tolle Moral gezeigt“, sagte ein sichtlich bewegter Franke im Kreis seiner Spieler, die er nach den dramatischen 90 Minuten um sich versammelt hatte. Timo Hilse hatte seine Mannschaft mit einem Kopfball 1:0 (15.) in Führung gebracht. In der 17. und 18. Minute hatte er zwei weitere Chancen auf dem Fuß, die er jedoch nicht nutzte. Aus heiterem Himmel fiel dann der 1:1-Ausgleich. Dimitri Fahnenstiel überwand Thomas Goeke im Tus-Tor mit einem Flachschuss aus 20 Metern. Kurz vor der Pause erhöhte Johann Gaubatz aus kurzer Distanz zum 1:2 (41.).

In der zweiten Halbzeit kontrollierten die Gastgeber über weite Strecken das Spiel, doch Zählbares kam zunächst nicht dabei heraus. In der 71. Minute schien das Schicksal der Franke--Elf besiegelt zu sein. Wieder war es Fahnenstiel, der einen Konter mit dem 1:3 abschloss. Die „Hölzkener“ waren geschockt, ließen sich jedoch nicht hängen. Nach einer Ecke von Kevin Hillebrand war Klodian Kola am 2. Pfosten zur Stelle und erzielte in der 81. Minute aus sechs Metern den 2:3-Anschlusstreffer. Der 3:3-Ausgleich (87.) war das exakte Spiegelbild des vorangegangenen Treffers. Ecke Hillebrand, wieder war Kola zur Stelle.

Was dann kam, war nichts für schwache Nerven. Die Westfalen aus Liesborn waren konsterniert, dass sie eine klare 3:1-Führung verspielt hatten. Und es sollte noch schlimmer kommen. Felix Henning trug sich gleich zweimal in die Torschützenliste ein. In der 88. Minute eroberte Henning den Ball im Mittelfeld, zog Richtung Tor und brachte die Germanen mit einem Flachschuss aus 16 Metern mit 4:3 in Führung. Und in der ersten Minute der Nachspielzeit setzte er mit einem sehenswerten Treffer den Schlusspunkt. Timo Hilse hatte Henning mit einem langen Pass auf die Reise geschickt. Er drang auf der linken Seite in den Strafraum ein und schlenzte den Ball aus spitzem Winkel mit dem Außenrist ins Liesborner Gehäuse. „Das Team hat sich mit dem Sieg für die tolle Moral belohnt“, lobte Franke. - hvw

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare