„Hölzken“ dominiert Derby: 3:0-Sieg gegen Herringen

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Chen Hennig (links) feierte mit dem TuS Germania Lohauserholz einen 3:0-Derby-Erfolg gegen den SVF Herringen.

HAMM - Eigentlich war Michael Scheffler nicht erfreut, als der Spielplan für den TuS Germania Lohauserholz gleich zu Saisonbeginn vier Derbys an den ersten fünf Spieltagen auswies. „Die Partien hätte ich lieber nach ein paar Spieltagen gehabt, wenn sich die Mannschaften eingespielt haben und alle Mann an Bord sind“, erklärte Scheffler während der Vorbereitung.

Nach dem hoch verdienten 3:0 (2:0)-Erfolg im ersten Heimspiel gegen den Lokalrivalen SVF Herringen hatte sich die Laune beim TuS-Coach aber deutlich aufgehellt. „Hauptsache gewonnen, aber für einen Derbysieg erhält man auch nur drei Punkte“, so ein zufriedener Scheffler. „Bis auf die Viertelstunde nach der Pause hatten wir Herringen gut im Griff und haben gezeigt, dass wir auch zuhause gewinnen können.“

Vor über 200 Zuschauern „Am Hahnenbach“ näherte sich der SV Fortuna durch Thomas Wilczek zuerst dem gegnerischen Tor an, doch der Herringer Stürmer zeigte sich im Abschluss zu harmlos (2.). Auf der anderen Seite nutzten die Gastgeber eine Standardsituation, um früh in Führung zu gehen, als Dennis Idczak nach einer Ecke von Irfan Uzungelis mit dem Kopf zur Stelle war (4.).

Die Germanen bestimmten das Geschehen auf dem Platz, kombinierten sicher und überbrückten die erste Abwehrreihe der Gäste häufig mit einem langen Diagonalpass auf die Flügel. Die schnell nachrückenden Mittelfeldakteure und die präzisen Hereingaben sorgten immer wieder dafür, dass die Herringer Defensive nicht ihre Ordnung fand und Schlussmann Thomas Olbrich bereits in der 11. Minute ein zweites Mal hinter sich greifen musste. Dieses Mal brachte Justin Wojciech das Leder präzise nach innen, wo Timo Hilse per Kopfball ins lange Eck vollendete. Die Herringer fanden in der ersten Hälfte nicht zu ihrem Spiel, entschieden kaum Zweikämpfe für sich und liefen den agileren Hölzkenern meistens einen Schritt hinterher. „Ich bin maßlos enttäuscht. Das wird ein ganz schweres Jahr für uns“, prognostizierte ein sichtlich angefressener SVF-Trainer Reiner Fiebig nach dem Schlusspfiff.

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Mitte der ersten Halbzeit verpassten es die Grün-Weißen, für die Vorentscheidung zu sorgen. Zunächst trudelte ein Schuss von Hilse am langen Pfosten vorbei (24.), kurz darauf ging ein Kopfball von Serkan Adas knapp über den Herringer Kasten (25.).

Der SVF kam mit frischem Wind aus der Kabine, attackierte Lohauserholz nun deutlich früher und erspielte sich klare Torchancen. TuS-Torhüter Thomas Goeke lenkte einen Freistoß von Henning Kastilan über die Latte (47.). Wenig später hatte Coskun Hizarci freistehend den Anschlusstreffer auf dem Fuß, zielte jedoch am Hölzkener Tor vorbei (50.).

Lohauserholz verwaltete in der Folgezeit den Vorsprung, blieb bei Kontern aber stets brandgefährlich, doch Simon Grote (54.) und Daniel Riemer (66.) scheiterten am starken Thomas Olbrich. Ein wegen vermeintlicher Abseitsstellung nicht gegebener Treffer von Thomas Wilczek (59.) und das 3:0 durch Timo Hilse nach schönem Konter (70.) zogen dem SVF schließlich den Zahn. - St

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