Hölzken beendet Saison als Dritter mit 8:1-Sieg gegen Bönen

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Bönens Senel Güney (Mitte) ist in dieser Szene eher am Ball als Bezirksligatorschützenkönig Timo Hilse.

Bönen - Dreimal Timo Hilse, dreimal Daniel Riemer und zweimal Felix Hennig. Standesgemäß hoch siegte der Tabellendritte TuS Germania Lohauserholz am Sonntag in Bönen. Genutzt hat´s nichts, da sich der Liga-Zweite, Rhynern II, den Relegationsplatz zur Landesliga durch einen 3:1-Sieg in Lippstadt sicherte.

Als ob die Hölzkener ob der nur theoretischen Chance auf den zweiten Platz jegliche Hoffnung aufgegeben hätten, agierten sie am Bönener Rehbusch. SpVg-Torwart Marko Behrend bekam zwar schon beim ersten Angriff der Gäste zu tun – er parierte gegen Riemer. Er konnte sich danach aber bis zur 33. Minute auf seine Vorderleute oder Lohauserholzer Unvermögen verlassen. Die Gastgeber hingegen schockten erstmals in der sechsten Spielminute, als Ersatzstürmer Alexander Berchem, eigentlich Torwart, eine Flanke von Yussuf Güney aus spitzem Winkel ans Außennetz setzte. Im direkten Gegenzug versuchte es Hilse mit einem lässigen Heber, den Behrend locker pflückte. In der achten Minute zog SpVg-Motor Gerrit Wiff aus 18 Metern ab. TuS-Torsteher Thomas Goeke hatte Glück, dass der Ball knapp am linken Gestänge vorbei flog. In der zwölften Minute passte Riemer auf Hilse, der den Ball frei am Fünfmeterraum an die Hand bekam.

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Überraschend, aber nicht unverdient ging der Absteiger dann mit 1:0 in Führung: Wiff passt auf Sven Koslowski, der frei am so genannten zweiten Pfosten stand. Der Mann der zweiten Bönener Mannschaft hatte keine Probleme, den Ball über die Linie zu drücken. Zweimal Hilse (17., 30.) und einmal Riemer (26.) vergaben Großchancen. Ein Bönener war es dann, der dem TuS zum Ausgleich verhalf. Bei einem Hilse-Heber bekam Niklas Link den Ball an die Hand. Schiedsrichter Oguzhan Yüksekkaya (Ense) zeigte auf den Punkt, Riemer verwandelte sicher. Und Behrend regte sie so auf, dass er gleich zweimal Gelb sah – Bönen war zu zehnt, Berchem wechselte ins Tor. In der 38. Minute traf dann auch Bezirksliga-Torschützenkönig Hilse ins Netz – sein Trefer bedeutete das 1:2. Großer Jubel blieb bei beiden Toren aus. Anders bei der bemerkenswertesten Geste des Spiels. Wiff traf kurz vor der Halbzeit (42.) nach Meinung des Schiedsrichters ins TuS-Tor, gab aber zu, dass der Ball die Linie nicht überschritten hatte. „Super fair“, lobte Scheffler, der die richtigen Worte in der Pause fand. Nach dem Wiederanpfiff bekamen die „platten“ Gastgeber nur noch eine Chance durch AH-Spieler Thorsten Symmank (51.), dann besannen sich die Gäste auf ihren Ruf als Torfabrik. „Wir sind schwer reingekommen. Es war keine Spannung mehr da“, erklärte Scheffler, „Aber dafür gibt es ja die Pause.“

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