Hitziges Derby: TSC gewinnt 1:0 gegen Wiescherhöfen

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Geprägt von teilweise harten Zweikämpfen war das Derby zwischen dem TSC und dem TuS Wiescherhöfen.

HAMM - Als die 90 Minuten vorbei und die drei Punkte im Derby eingefahren waren, atmete Erdal Akyüz erst einmal durch. „Es wäre traurig gewesen, wenn wir mit dieser Mannschaft unten reingerutscht wären“, sagte der Trainer des TSC Hamm nach dem 1:0 (0:0) gegen den TuS Wiescherhöfen, mit dem das Team nach vier sieglosen Partien in Folge in die Erfolgsspur zurückkehrte.

Derweil büßten die Wiescherhöfener Boden auf den Tabellenführer SV Hilbeck ein, auch wenn dieser „nur“ einen Zähler im Spitzenspiel in Bad Westernkotten holte. Fünf Punkte Rückstand hat der TuS als Tabellenfünfter nun. „Wir haben kein gutes Spiel gemacht“, ärgerte sich Wiescherhöfens Coach Steven Degelmann. Die erste Halbzeit war von großer Hektik im Mittelfeld geprägt. Daher erspielte sich keines der beiden Teams nennenswerte Chancen. Stattdessen wurde der Spielfluss durch mitunter überaus harte Fouls und minutenlange Verletzungspausen unterbrochen. Schiedsrichter Ufuk Medik fuhr eine lockere Linie, und somit kam es zu einer letztlich überschaubaren Zahl an Verwarnungen. Die einzige erwähnenswerte Gelegenheit hatte Anil Yavuz für den TSC, der in der 23. Minute freistehend einen Lupferknapp über die Latte setzte. Erkan Baslarli, Top-Torjäger der Wiescherhöfener, blieb in der Offensive derweil weitgehend blass.

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Im zweiten Durchgang schien zumindest der Schiedsrichter zunächst die Kontrolle über die Partie wiedergefunden zu haben. So entwickelte sich ein verteiltes Spiel mit Möglichkeiten auf beiden Seiten. In der 49. Minute traf der bis dahin auffälligste Spieler auf dem Platz, Anil Yavuz, mit einem Freistoß aus 20 Metern zur Führung für die Gastgeber. Fortan war die Begegnung erneut hitzig und zerfahren, wie in der ersten Halbzeit gab es zahlreiche Verletzungsunterbrechungen. Nach dem Spiel kritisierte Degelmann den Auftritt der Gastgeber, der „mit Fußball nichts zu tun“ gehabt habe und ergänzte: „Wir fahren hier nicht gerne hin, obwohl es sich um ein Derby in Hamm handelt.“ Erdal Akyüz sah derweil die Grenze nicht überschritten. „Es war ein hart geführtes Spiel, wir haben gut dagegen gehalten“, sagte der TSC-Coach. „Der Wille war da, wir wollten nicht unten reingeraten. Die Mannschaft hat zum richtigen Zeitpunkt den Hebel umgelegt. Heute hätte es jeder Gegner gegen uns schwer gehabt.“ Allerdings fielen im weiteren Verlauf insbesondere die Gastgeber durch die eine oder andere Provokation auf, was letztlich in der Roten Karte für Enes Akyüz gipfelte, nachdem er einen Zuschauer beleidigt hatte (89.).

Zu diesem Zeitpunkt waren die Wiescherhöfener zwar am Drücker, waren in der Schluss-Viertelstunde um den Ausgleich bemüht, belohnten sich aber letztlich nicht mehr. In der Nachspielzeit hatte Eduard Lorengel noch die große Chance zum Ausgleich, verfehlte das Tor aber knapp. - hi

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